Rumänien 2010 – Teil 2 – Bran und Brasov

Nach der doch recht anstrengenden Wanderung stand jetzt für uns etwas Kultur auf dem Programm.  Am 07.09.2010 besichtigten wir Bran (Törzburg) und Brasov (Kronstadt).

In Bran steht die wohl meistbesuchte Burg Rumäniens. Der Bau der Törzburg begann im Jahre 1377 aus rein strategischen Gründen in ungarischem Auftrag. Im Jahr 1513 kam sie in den Besitz der Stadt Brasov und wurde von dort im Jahre 1920 an die königliche Familie Rumäniens verschenkt.

Für die meisten Touristen ist die Törzburg das Sinnbild der düsteren Karpatenburg aus Bram Stokers Roman “Dracula”. In Wirklichkeit hat das Bauwerk aber mit Vampiren nichts zu tun. Vlad Tepes (“Der Pfähler” oder im Volksmund “Dracula” genannt) war lediglich drei Tage auf der Burg. Im Innern gibt es heute die Wohnwelt der rumänischen Königin Maria zu besichtigen. Im Außenbereich des Burgparks ist noch ein Museum mit historischen Gebäuden der Region zu sehen.

 

Brasov befindet sich etwa 20 Kilometer nordöstlich von Bran und hat heute etwa 285.000 Einwohner.  Die Stadt war bereits im Mittelalter ein wichtiger Kreuzpunkt alter Handelsstraßen. Besonders sehenswert ist der Marktplatz, der auch zugleich Mittelpunkt der Altstadt ist. Einen besonders schönen Blick auf die Stadt hat man vom weißen und schwarzen Turm. Die beiden Türme wurden im 15. Jahrhundert errichtet, um Angriffe der Türken besser abwehren zu können.

 

Im Schei-Viertel befindet sich die erste rumänische Schule und mit der Nikolauskirche auch die erste orthodoxe Kirche in Transsilvanien.

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