Rumänien 1 – Unterwegs im Bucegi-Gebirge

Rumänien ist immer eine Reise wert. Damit sich das auch jeder Leser vorstellen kann, möchte ich an dieser Stelle wieder ein paar Fotos von der letzten Reise im Juli und August 2013 präsentieren.

Um in das Bucegi-Gebirge zu gelangen, fährt man am einfachsten vom Bukarester Nordbahnhof in Richtung Norden und steigt entweder in Sinaia oder in Buşteni aus. In beiden Orten gibt es zahlreiche kleine Pensionen, die zum Übernachten einladen.

Mit meiner kleinen Gruppe wandere ich am ersten Tag zum Eingewöhnen von Buşteni nach Sinaia. Einen offiziellen Weg gibt es nicht. Auf einem normalen und rot markierten Wanderweg laufen wir zunächst zu einem Wasserfall. Ab hier geht es über kleine Forstwege oder durch wegeloses Gelände immer in südliche Richtung voran. Zur Orientierung dient eine normale Wanderkarte in Verbindung mit einem Höhenmesser an der Uhr. Es müssen einige Täler gequert oder umlaufen werden. Dank meines Orientierungssinnes finde nach etwa 2 – 3 Stunden den Ausstiegspunkt zu Schloss Peleş.

Schloss Peleş liegt etwas außerhalb von Sinaia in einem Seitental. Es wurde zwischen 1873 und 1883 erbaut und war schon damals das modernste Schloss Europas. Er war komplett elektrifiziert, es hatte eine Heizungsanlage, einen Aufzug und etwas später fand im Theaterzimmer auch die erste Kinovorführung in Rumänien statt. Auch wenn man in den Sommermonaten längere Wartezeiten in Kauf nehmen muss, so ist ein Besuch aufgrund der wunderbaren Einrichtung ein besonderes Erlebnis.

Nach einer kleinen Stärkung laufen wir nach Sinaia und fahren mit einem Bus zurück zum Ausgangspunkt

In Buşteni

In Buşteni

Typisches Karpatenhaus

Typisches Karpatenhaus

Mit der Seilbahn kann man auf die Hochebene des Bucegi-Gebirges fahren

Mit der Seilbahn kann man auf die Hochebene des Bucegi-Gebirges fahren

In Rumänien sind alle Wanderwege vorbildlich markiert ..... ...... .....

In Rumänien sind alle Wanderwege vorbildlich markiert ….. …… …..

Wegelos geht es durch den Wald

Wegelos geht es durch den Wald

Diese Blume ist ein häufiger Gast in den Wäldern

Diese Blume ist ein häufiger Gast in den Wäldern

Auf der Suche nach dem richtigen Weg

Auf der Suche nach dem richtigen Weg

Das Ziel ist erreicht: Schloss Peleş

Das Ziel ist erreicht: Schloss Peleş

Die Gebäude der königlichen Wache

Die Gebäude der königlichen Wache

Das Casino von Sinaia

Das Casino von Sinaia

 

Am zweiten Tag folgt ein sehr anspruchsvoller Aufstieg von Buşteni durch das Jepilor-Tal auf die Hochebene des Bucegi-Gebirges. Neben den sehr steilen Anstiegen ist der Weg auch an mehreren Stellen mit Drahtseilen und anderen Aufstiegshilfen abgesichert. Je nach Kondition benötigt man für den Anstieg von etwa 1.300 Höhenmetern bis zur Babele-Hütte etwa 4 – 5 Stunden. Die reichhaltige Blumenpracht und die spektakulären Ausblicke auf die Felsen entschädigen für die Strapazen des Aufstiegs. Wer sich den Anstieg ersparen möchte, kann auf die Seilbahn ausweichen. Während der Sommermonate kommt es aber je nach Tageszeit zu mehrstündigen Wartezeiten.

In unmittelbarer Nähe der Babele-Hütte befinden sich zahlreiche von Winderosion geschliffene Steine, die die Besucher scheinbar magisch anziehen. Trotz Verbots muss wohl jeder Rumäne auf mindestens einem der Steine gestanden haben. Einige der Felsklötze tragen auch interessante Namen, wie „Großmütter“ oder Sphinx. Es bleibt der Fantasie des Besuchers vorbehalten, ob man die Steine mit dem jeweiligen Namen in Verbindung bringen kann.

Von der Babele-Hütte führt ein angenehmer und meist breiter Weg in 2 – 3 Stunden zum 2.505 Meter hohen Omu, der auch der höchste Berg des Gebirges ist. Der Pfad ist bei Weitem nicht mehr so steil und bei gutem Wetter hat man von hier immer wieder fantastische Ausblicke auf die Täler des Bucegi und natürlich auch auf die Nachbargebirge. Der Gipfelstock des Omu beherbergt neben einer Wetterstation auch eine Schutzhütte, wo kleine Mahlzeiten und Übernachtung angeboten werden. Eine Reservierung ist empfehlenswert und kann problemlos in englischer Sprache mittels SMS vom Mobiltelefon aus erfolgen. Die Hütte ist sehr einfach eingerichtet und auf den in den Alpen gewohnten Komfort muss man verzichten. Trotzdem ist es sehr gemütlich und der Sonnenuntergang bei guten Wetterverhältnissen ein unvergessliches Erlebnis.

 

In Buşteni startet unsere Wanderung durch das Bucegi-Gebirge

In Buşteni startet unsere Wanderung durch das Bucegi-Gebirge

Die Sicherungen sehen nicht immer vertrauenserweckend aus.

Die Sicherungen sehen nicht immer vertrauenserweckend aus.

Steiler Aufstieg auf die Hochebene

Steiler Aufstieg auf die Hochebene

Blume

Blume

Blume

Blume

Türkenbund

Türkenbund

Eine Blüte des Türkenbundes im Detail

Eine Blüte des Türkenbundes im Detail

Blume

Blume

Die Hochebene ist erreicht - hier der Felsstock des Caraiman

Die Hochebene ist erreicht – hier der Felsstock des Caraiman

Die Sphinx - Felsen, die durch Winderosion entstanden sind

Die Sphinx – Felsen, die durch Winderosion entstanden sind

Die "Großmütterchen"

Die “Großmütterchen”

Die Babele-Hütte

Die Babele-Hütte

Wegweiser

Wegweiser

Der Gipfel des Omu

Der Gipfel des Omu

Ein fantastischer Sonnenuntergang

Ein fantastischer Sonnenuntergang

Ein fantastischer Sonnenuntergang

Ein fantastischer Sonnenuntergang

 

Am nächsten Morgen scheint für uns die Sonne. Von der Hütte am Omu bietet sich heute ein sechsstündiger Abstieg in das Dorf Bran an. Bevor wir in den Wald absteigen, passieren wir noch eine mit Drahtseilen versicherte Wegstelle und genießen spektakuläre Ausblicke auf wilde Felsformationen im Ţigăneşti-Tal. Die letzten Kilometer ziehen sich ein wenig. Nach dem Wald steigen wir über eine Skipiste zu den ersten Häusern ab. Über eine Asphaltstraße geht es weiter bis ins Zentrum von Bran.

In Bran bietet sich eine Besichtigung der Törzburg an. Sie wird auch immer wieder als Dracula-Burg bezeichnet, obwohl dieser selbst wahrscheinlich niemals hier war. Zu besichtigen ist hier die Wohnwelt von Königin Maria und deren Gatten Ferdinand von Habsburg.

Tagsüber fahren regelmäßig Busse bis nach Braşov. Vom Busbahnhof nimmt man am besten ein Taxi zum Bahnhof und kann von dort entweder zurück nach Bukarest oder weiter durch Rumänien fahren.

Mit 2.505 Metern ist die Omu-Hütte die höchste Schutzhütte in Rumänien

Mit 2.505 Metern ist die Omu-Hütte die höchste Schutzhütte in Rumänien

Ein Geschenk eines Rumänen - die Blumen haben wir NICHT selbst gepflückt!!!

Ein Geschenk eines Rumänen – die Blumen haben wir NICHT selbst gepflückt!!!

Das Scara-Tal

Das Scara-Tal

Im Ţiganeşti-Tal

Im Ţiganeşti-Tal

Blume

Blume

Blume

Blume

Wilde Felsformationen begeistern die Wanderer

Wilde Felsformationen begeistern die Wanderer

Auf dem Abstiegsweg nach Bran

Auf dem Abstiegsweg nach Bran

 

Die Törzburg in Bran

Die Törzburg in Bran