Slowakei 2012 Teil 1 – Unberührte Natur im Slowakischen Paradies

Wenn man sich in der Nähe von Poprad / Slowakei aufhält, sollte man auch immer einen kleinen Abstecher ins Slowakische Paradies unternehmen. Hier kann man herrliche Wanderungen in unberührter Natur erleben. Je nach Wahl der Route ist es sogar möglich, nahezu völlig alleine über mehrere Stunden durch die herrlichen Wälder zu laufen.

Als Eingehtour für unsere Herbstwanderungen in der Slowakei entschloss ich mich für eine Schlucht, die nicht in der ersten Reihe liegt. Als Startpunkt diente dieses Mal der Wanderparkplatz am Čingov. Um zunächst zum Ausgangspunkt der Tour zu gelangen, ist es notwendig, der blauen Markierung in die Hornád-Schlucht zu folgen. Kurz hinter den Felsen der Tomášovský výhľad erreicht der Wanderer eine wichtige Verzweigung. Die blaue Markierung weist den Weg in den spektakulären Durchbruch des Hornads, der zu allen Jahreszeiten von vielen Wanderern besucht wird. Wir folgen aber heute dem Verlauf des Tales „Biely Potok“ und wechseln auf die grüne Markierung.

In dieser und der folgenden Schlucht treffen wir nur auf zwei weitere Personen. Eine gute Stunde laufen wir durch das Tal „Biely potok“, bevor wir zum Abzweig des Sokolia-Tals stoßen und von hier ab der gelben Markierung auf naturbelassenen Pfaden weiterlaufen. Es ist ein wundervolles Tal, völlig unberührt und nur selten begangen. Unseren Weg suchen wir uns teilweise selbst. Trotz Markierungen müssen wir des Öfteren umgefallene Bäume übersteigen oder einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, um problematische Wegestellen zu umgehen. Über 100 Höhenmeter erklimmen wir im weiteren Verlauf mit Hilfe von Leitern und genießen die fantastischen Aussichten in das Slowakische Paradies. Die Blätter der Bäume verbreiten bereits eine herbstliche Stimmung. Am Ausgang des Tals laufen wir zunächst auf der grünen Markierung nach rechts, auf der gelben Markierung nach links und zweigen danach nochmals nach rechts auf die blaue Markierung ab. Kurze Zeit später treffen wir auf den Ausstieg aus der Schlucht Suchá Belá und befinden uns wieder in der Zivilisation. Zahlreiche Wanderer rasten hier. Wir gehen aber noch eine gute Stunde zur Berghütte Kláštorisko weiter und ruhen uns dort aus.

Von der Berghütte Kláštorisko laufen wir auf der blauen Markierung in 1 ½ Stunden zurück zu unserem Auto am Wanderparkplatz Čingov. Zunächst verläuft der Pfad auf dem Kamm entlang und bietet traumhafte Ausblicke in das Zipser Land. Recht steil steigen wir im weiteren Verlauf bergab bis zur Wegverzweigung am Ende des Hornaddurchbruchs. Auf dem Zustiegsweg geht es zurück zum Auto.

Für die Eingehtour brauchten wir etwa 7 Stunden.

Das felsige Aussichtsplateau "Tomašovský vyhľad"

Die herbstliche Stimmung ist überall zu spüren

Hohe Leitern geben dem Weg die richtige Würze

Ludwig und Pedro im Aufstieg

Ganz langsam fließt das Wasser talwärts

Und wieder muss eine Felswand mit Hilfe einer Leiter erklommen werden

 

 

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