Ein Ausflug nach Logăneşti

Das Leben in der Stadt unterscheidet sich auch in der Republik Moldau erheblich vom Leben auf dem Land. Dort geht dann doch noch alles etwas ruhiger zu und man wird in eine scheinbar vergangene Zeit zurückversetzt.

Da das Monatseinkommen in der Republik Moldau relativ niedrig ist, ziehen viele Familien Tiere groß. Es ist daher nicht unüblich, dass in den Dörfern Gänse, Hühner oder sonstige Kleintiere durch die Höfe oder auch über die Straße laufen. Es ist selbstverständlich, dass auch eine große Auswahl an Gemüse (Tomaten, Gurken, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch etc.) einen Platz im Garten finden.

Der verwöhnte Westeuropäer wird auf dem Land seine Probleme bekommen. Der Gang auf die Toilette führt auf den meisten Grundstücken noch über den Hof. Dass das früher in Deutschland auch so war, dürfte nur noch der älteren Generation in Erinnerung verblieben sein.

Ich hatte das große Glück, das mich Tania mit zu ihrem Haus in Logăneşti nahm und so aus erster Hand einen Einblick in das moldauische Landleben genießen konnte. Auf dem Dorf wohnt Tanias Vater, der sich hier um die Versorgung der Tiere und der Bewirtschaftung des Gartens kümmert. Die Familie hat sogar noch einen richtigen Ofen, wo man auch heute noch Brot backen kann. Im Keller befinden sich zwei riesige Holzfässer, die mit eigenem Wein gefüllt sind. Sehr lecker ;-).

Gemeinsam grillten wir Schaschlik-Spieße mit Fleisch aus eigener Produktion und tranken den selbst gemachten Rotwein. Es schmeckte einfach fantastisch. Später spazierten wir durch Logăneşti. Es ist ein flächenmäßig recht großes Dorf mit relativ wenigen Einwohnern. Wegen der schwierigen Lebensverhältnisse haben sich die meisten jungen Leute auf nach Westeuropa gemacht und versuchen ihren Lebensunterhalt in Italien, Spanien oder anderen Ländern zu verdienen. Lediglich Kinder und die Alten sind geblieben.

Bei einem Blick ins moldauische Fernsehprogramm wird klar, dass auch hier dieselben Sendungen wie bei uns zu sehen sind. Es lief gerade „Wer wird Millionär“ – im Gegensatz zu Deutschland sind nur die Preisgelder wesentlich geringer. Mir gelang es sogar, zwei in rumänischer Sprache gestellte Fragen korrekt zu beantworten.

Jeder schöne Tag geht auch einmal zu Ende. Ein Taxi brachte uns zurück nach Hînceşti. Die Strecke von 10 Kilometern kostete etwa 3,90 € – was für uns sehr preiswert erscheint, kann sich ein moldauischer Normalverdiener trotzdem kaum leisten.

Im Keller von Tanias Eltern gibt es große Weinfässer...

...und draußen auch noch einen echten Holzbackofen

Noroc oder zum Wohl!

Der selbstgemachte Wein schmeckt fantastisch

Ein perfektes Essen

Lecker, lecker, lecker!

Ruhige Dorfszenerie in Logăneşti

Hier geht es ruhig und beschaulich zu

Ein Pferd vor dem Haus

Gänse im eigenen Garten

Belebte Straßenszene

Bei Gespräch und Wein in Nataschas Garten

Auf dem Rückweg

Dieses Mal durfte ich den Wein selbst abfüllen

Tanias Vater verabschiedet mich mit einem guten Glas Wein

 

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