Hohe Tatra – Besteigung des Kriváň – 2.494 Meter

Dauer der Wanderung: ca. 6 Stunden (je nach Kondition)

Keine Einkehrmöglichkeiten am Wegesrand!

Höhenunterschied: ca. 1.350 Höhenmeter (gute Kondition erforderlich!)

Der Kriváň zählt zweifelsfrei zu den schönsten Gipfeln der Hohen Tatra. Eine Besteigung ist aufgrund des Höhenunterschieds aber nicht zu unterschätzen und nur gut trainierten Wanderern zu empfehlen.

Den Aufstieg zum Gipfel kann man von Štrbské pleso oder vom Wanderparkplatz an den Tri studničky aus beginnen. Ich empfehle von den Tri studničky (3 Brünnlein) loszulaufen, da man so nicht auf der gleichen Strecke zurücklaufen muss. Zunächst verläuft der Weg auf grüner Markierung durch die vom Orkan im November 2004 hinterlassene Schneise. Die in Mitleidenschaft gezogene Natur erholt sich hier langsam wieder und es entwickelt sich fortschreitend ein schöner Mischwald. Sicherlich wird es aber noch mindestens 10 Jahre dauern, bis die Bäume so hoch gewachsen sind und wieder von einem richtigen Wald gesprochen werden kann.

Der Wegverlauf wird langsam anspruchsvoller. In langen Serpentinen steigen wir empor. Vereinzelte Fichten und Buschwerk gehen zunächst in Krummholzkiefern und später in Wiesenlandschaft über. Es folgt eine Traverse im Südhang unseres heutigen Gipfels und wir erreichen eine steinige Rinne. Am Ende dieser Rinne endet die grüne Markierung. Es geht jetzt auf blauer Markierung nach links hinauf auf den Gipfelgrat. Immer wieder muss man die Hände zur Hilfe nehmen, um großes Blockwerk zu umgehen oder zu überklettern. Die Schwierigkeiten im unteren Teil des letzten Anstiegs sind aber gering. Der Südwestgrat zieht sich zunehmend steiler hinauf in Richtung der Gipfelpyramide. Die erste Aussicht auf das Gipfelpanorama der Hohen Tatra eröffnet sich am Daxnerovo-Sattel. Auf den letzten Metern bis zum Gipfel ist nochmals höchste Vorsicht geboten. Die Felsen sind sehr glatt und Trittsicherheit ist hier von deutlichem Vorteil. Vom höchsten Punkt aus genießen wir die herrliche Rundsicht. Im Norden erstreckt sich der polnische Teil der Hohen Tatra, im südwestlichen Horizont erkennt man bei guter Sicht die Höhenzüge der Niederen Tatra und nach Osten hin öffnet sich das Gipfelpanorama mit den höchsten Spitzen des Gebirges.

Auf gleichem Wege gehen wir bis zur Wegverzweigung zurück, wo die grüne Markierung in Richtung Tri studničky zurückführt. Ich empfehle an dieser Stelle nach links abzubiegen und auf der blauen Markierung in Richtung Jamské pleso und Štrbské pleso abzusteigen. Über den südlichen Bergrücken geht es stetig abwärts bis in den Wald hinein. Nach einer guten Stunde stoßen wir auf die rote Markierung der Tatra-Magistrale. Fünf Minuten rechts vom Abzweig befindet sich der Jamské pleso, der an seinem Ufer zu einer späten Rast am Nachmittag einlädt. Wir folgen jetzt der Tatra-Magistrale in Richtung Westen (rote Markierung) und erreichen in einer weiteren Stunde wieder unseren Ausgangspunkt in der Nähe der drei Brünnlein.

Die Westliche Tatra

Blick ins Koprova-Tal

Der Krivan ist unser Tagesziel

Meine Gruppe im Aufstieg

Völkerwanderung am Wochenende

Der Gipfel ist erreicht

Interessante Steinmänner im Abstieg

Im letzten Licht erreichen wir den Parkplatz

 

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