Nationalpark Slovenský raj – Wanderung durch den Hornad-Durchbruch

Dauer der Wanderung: etwa 5 Stunden

Einkehrmöglichkeit: bewirtschaftete Hütte am Kláštorisko

Höhenunterschied: etwa 800 Höhenmeter (mit den vielen Zwischenanstiegen im Hornad-Tal)

Die Tour beginnt wieder am Parkplatz Podlesok und führt auf der anderen Seite des Baches auf der blauen Markierung in östliche Richtung an mehreren Unterkünften vorbei. Früher zweigte man auf einen schmalen Pfad nach links ab, um direkt am Bach entlang bis zum Eingang des Hornad-Durchbruchs zu laufen. Heute wandern wir auf einer Straße etwas steiler bergauf, umgehen einen Ferienkomplex, um danach auf einem Pfad etwas steiler zum Einstieg in die Hornad-Schlucht abzusteigen.

Bei gutem Wetter und in der Hochsaison werden auch hier die Eintrittskarten kontrolliert. Der Cañon des Hornad, an dessen Seiten wir jetzt für die nächsten 3 Stunden entlangwandern, beginnt gleich hier am Zusammenfluss von Hornad und Veľká Biela voda. Bereits kurz nach dem Einstieg beginnen erste exponierte Abschnitte, die mit Trittstufen, Steigeisen und Drahtseilen versichert sind. In einem ständigen steilen Auf und Ab führt der Weg immer direkt am Wasser entlang. Über eine wackelige Kettenbrücke erreichen wir zum ersten Mal das andere Ufer. Nach weiteren versicherten Passagen folgt ein Abzweig. Es besteht die Möglichkeit binnen einer Stunde über einen mit Leitern versicherten Steig (grüne Markierung) oder einem Wanderweg zur Klosterruine „Kláštorisko“ (gelbe Markierungen) aufzusteigen.

Wir bleiben aber weiter im Hornad-Durchbruch und wechseln mehrfach mit Hilfe von Brücken das Ufer. Die Wegabschnitte dazwischen bleiben spannend – immer wieder geht es mit Hilfe von teils wackeligen und nicht immer vertrauenerweckenden Sicherungen bergauf und bergab bis sich das Tal öffnet und die Letanovský mlyn (Mühle) erreicht wird. Eine kleine Imbissbude lädt hier am Wochenende zu einer Stärkung ein. Erneut gibt es die Gelegenheit zur Klosterwiese (rote Markierung) aufzusteigen.

Ein letzter exponierter Abschnitt des Cañons wartet aber noch auf uns Wanderer. Über eine rekonstruierte Kartäuserbrücke gelangen wir auf die andere Seite des Hornad und folgen weiter der blauen Markierung in Richtung Čingov. Nach wie vor sind die schwierigen Wegabschnitte mit Ketten und Steigeisen abgesichert. Nach 45 Minuten kommen wir an einen Abzweig unterhalb der Aussichtsfelsen des Tomášovský výhľad. Der Weg ist jetzt mit zwei Markierungen (grün und blau) versehen. Zum letzten Mal führt eine Brücke auf die andere Flussseite.

Auf einem Bergrücken zieht sich unser Pfad (blaue Markierung) relativ steil für 310 Höhenmeter bergauf. Vom Kamm genießt man bei guten Sichtverhältnissen herrliche Ausblicke auf das Zipser Land. Nach etwa einer Stunde ist die traumhafte Wiese am ehemaligen Kloster erreicht. Auf der linken Hangseite lädt die Hütte Kláštorisko zu einer Rast ein. Mit Glück ist von hier oben ein Blick auf die Gipfel der Hohen Tatra möglich.

Über die grüne Markierung erreichen wir in einer Stunde wieder den Parkplatz am Podlesok.

Atemberaubende Wegführung im Hornad-Durchbruch

Blick von den Höhenzügen des Slowakischen Paradieses

Zwei Bäume und das Dorf Spissky Stvrtok

Mittagsrast auf der Klastorisko-Hütte

 

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