Die Burg von Stará Ľubovna und das angrenzende Museumsdorf

Im 14. Jahrhundert wurde die Burg von Stara Lubovna erbaut. Damals verwaltete Polen die Region. Der Hauptturm und der gotische Palast zählen zu den ältesten Teilen der Burg, die seit 1412 als Residenz der polnischen Bürgermeister der Stadt genutzt wurde. Nach einem Brand im Jahre 1553 baute man die Burg erneut auf und erweiterte sie um einen Renaissance-Palast und später auch um einen Barockpalast und eine Kapelle.

In den Jahren 1655 bis 1661 wurden hier in Stara Lubovna sogar die polnischen Kronjuwelen vor den Schweden versteckt. Als man die Burg im Jahr 1772 an das Königreich Ungarn zurückgab, war die Blütezeit der Festung leider vorbei. Nach und nach verfiel das Bauwerk.

In unmittelbarer Nähe der Burganlage befindet sich seit 1985 ein kleines Museumsdorf. Mehrer ältere Häuser aus dem 19. und 20. Jahrhundert wurden in der Region abgetragen und auf einer Wiese unterhalb der Burg originalgetreu wieder aufgebaut. Als besonders sehenswert gilt die griechisch-katholische Holzkirche von Matysova, die an ihrer ursprünglichen Stelle im Jahr 1833 erbaut wurde. An bedeutenden Kirchenfesten hält man hier noch Liturgien und Gottesdienste in kirchenslawischer Sprache ab.

Wer einen Kulturtag in der Ostslowakei einlegen möchte, kann den Besuch von Stara Lubovna und Spisske Podhradie zusammenlegen. Man sollte aber bedenken, dass für die Fahrt zwischen den beiden Städten eine gute Stunde zu veranschlagen ist, da es über viele Höhenzüge und teilweise kleinen Nebenstraßen geht.

Weiter Informationen für Ausflüge in die Region: www.spis.sk/de (nicht erschrecken, die Seite scheint zuerst nicht aufzugehen – nach wenigen Sekunden wird man aber auf die deutsche Webpräsenz der Region weitergeleitet)

Die Burg von Stara Lubovna

Der Burghof

 

Im Innenraum der Burg

Die Kapelle der Burg

 

Blick von Stara Lubovna in Richtung Hohe Tatra

Das Museumsdorf von oben

 

Straßenszene im Museumsdorf

Die Innenansicht einer Wohnung

Die Holzkirche im Museumsdorf

Der Altar

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