09.04.2011 – Ein paar Worte zum Schluss

Meine Reise ist jetzt definitiv vorbei und langsam aber sicher muss ich mich wieder an das normale Leben hier in Deutschland gewöhnen.

Es wird Menschen geben, die meine Reise schätzen. Sie werden Bewunderung aussprechen und sagen, dass es mutig war, alleine mit dem Fahrrad durch solch abgelegene Gebiete zu fahren. Andere drücken sicherlich ihr Unverständnis aus, warum man so viel Urlaubstage aufbringt, um freiwillig auf gewisse Sachen zu verzichten und sich solchen Strapazen auszusetzen. Wer es wie sieht, überlasse ich jedem Leser selbst.

Letztlich ist alles einfach nur eine Lebensphilosophie. Deswegen war es für mich ja auch kein Urlaub, sondern eine Reise. Urlaub definiere ich mit absoluter Entspannung und einfach nichts tun – das macht man am besten zu Hause oder irgendwo am Strand. Eine Reise bedeutet in meinem Verständnis früh aufstehen, um mit dem ersten Licht des Tages schöne Fotos zu machen und den Tag komplett zum Entdecken von neuen Sachen zu nutzen. Man möchte Neues sehen und Landschaften und Kulturen des jeweiligen Landes entdecken. Um physische Erholung handelt es sich hierbei also nicht. Dafür kann man unzählige Erfahrungen sammeln, die das Leben bereichern und für die weitere Lebensentwicklung von ungeheurer Bedeutung sind. Daher möchte ich die in Osorno beendete Reise zum gegebenen Zeitpunkt auf jeden Fall in Richtung Norden fortsetzen.

Als Abschlussfoto der Reise habe ich einen Spruch herausgesucht, der mir sehr gut gefallen hat. Ihn habe ich an einer Mauer im kleinen Dorf Puerto Bertrand an der Carretera Austral gesehen und sofort fotografiert. Ihn sollte sich vielleicht auch der eine oder andere für die Zukunft merken, um mich nicht wieder falsch einzuschätzen: Mehr Geld zu haben ist sicherlich schön – interessante Reisen zu unternehmen sind aber eine Erfüllung für das Leben. Jeder sollte sich selbst entscheiden, was für einen wichtiger ist – für mich war und wird es die Reise bleiben.

 

Mis derechos son mi libertad - Meine Rechte sind meine Freiheit

Der tägliche Blog der Reise endet mit dem heutigen Eintrag. Wer Fragen zur Reise oder Materialien hat, kann sich gerne per E-Mail mit mir in Verbindung setzen.

Meine Seite wird jetzt in unregelmäßigen Abständen weitergeführt.

Auch in diesem Jahr möchte ich bedürftigen Kindern in der Ukraine helfen. Vielleicht hat der eine oder andere Leser ja noch einen Euro übrig, um im Rahmen meiner Benefizradtour zu helfen. Eines kann ich auf jeden Fall garantieren: Jeder gespendete Cent kommt zu 100 % bei den bedürftigen Kindern an. Darüber werde ich auf dieser Seite und natürlich auch auf der Seite des Vereins Kinderherz Untermain e. V. (www.kinderherz-untermain.de) berichten.

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