08.04.2011 – Zurück in Europa

In Höhe der Kapverdischen Inseln setzte die Dämmerung ein und mein letzter Tag begann. Der Flieger flog westlich an den Kanaren und an Madeira vorbei und traf das europäische Festland direkt über Lissabon. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Madrid ging es binnen zwei weiteren Stunden nach Frankfurt. Es war schon recht beeindruckend. In den letzten Wochen lag nur ab und an mal ein kleines Dorf am Wegesrand und jetzt zählte ich im Anflug auf Frankfurt etwa 20 Gemeinden, die man auf einmal sehen konnte. Eins wurde mir in diesem Moment klar. Die schönen Momente in der Einsamkeit und der herrlichen unberührten Natur waren ab jetzt definitiv vorbei.

Überpünktlich setzte mein Flugzeug auf der Südbahn des Frankfurter Flughafens auf. Zügig passierte ich die Passkontrolle und holte danach meinen Rucksack ab. Das Fahrrad wartete bereits bei der Sperrgepäckausgabe. Mit geübten Handgriffen wurde der Karton zerlegt, das Fahrrad herausgeholt und binnen weniger Minuten zusammengebaut. Die chilenischen Kartonagen überließ ich als Gastgeschenk dem Frankfurter Flughafen. Voll beladen fuhr ich an den Zollbeamten vorbei ins Freie und auf direktem Wege in 25 Minuten durch den Schwanheimer Wald nach Hause.

Innerhalb eines Tages führte die Reise vom Herbst in den Frühling. Ein starker Kontrast, den man so schnell nicht vergessen wird. Auch der Schwanheimer Wald wirkte wie ein Schreckgespenst. Es gab nur eine Baumart und alles war kühl und aufgeräumt. An diesen hier typischen Anblick muss man sich erst wieder gewöhnen.

Meine Frau und die ganze Familie warteten bereits sehnsüchtig auf die Ankunft mit dem Rad. Gemeinsam verbrachten wir einen schönen Abend, denn zu erzählen gab es ja genug.

Flug über die Alpen

Anflug auf Frankfurt am Main

 

Alles da! - das Reisegepäck am Frankfurter Flughafen

Nach 20 Minuten bin ich abfahrbereit

 

Vom Flughafen geht auf direktem Wege nach Hause

Yadamis erwartete bereits meine Ankunft - es gab gleich einen dicken Kuss

 

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