26.03.2011 – Gemeinsam geht es besser

Die ganze Nacht über hatte es wieder kräftig geregnet und die Schneefallgrenze fiel dramatisch auf 500 Meter ab. Da wir selbst nur auf 300 Meter über dem Meer schliefen, kann sich jeder Leser ja vorstellen, wie ungemütlich die Nacht im Zelt war. Am Morgen entschied ich mich gegen die Bergtour und wollte dafür mit Juan zusammen in Richtung Bariloche aufbrechen. Jan fuhr etwas früher los, da er in der Stadt noch ein paar Sachen erledigen musste. Wir haben ihn leider nicht mehr getroffen.

Gemeinsam ging es heute weiter in Richtung Norden. Es gab eine ganze Menge Wolken, die von Zeit zu Zeit auch wieder ein paar kräftige Regenschauer auf die Erde sendeten. Doch das Glück war die meiste Zeit auf unserer Seite. Die stärksten Schauer umfuhren wir galant und erst gegen Abend wurde es für uns wieder feuchter. Die Anstiege heute waren im Vergleich zu den letzten Tagen nicht besonders steil – lange und über mehrere Kilometer andauernd aber auf jeden Fall. Über den Tag verteilt musste jeder von uns wieder über 1.000 Höhenmeter bewältigen. Es wäre unehrlich, wenn man sagen würde, dass man diese dauerhaften Belastungen am Körper nicht spüren würde. Da zwickte es schon einmal an der einen oder anderen Stelle (oder tut auch richtig weh).

Gegen Abend erreichten wir auf 970 Meter Seehöhe eine geeignete Stelle zum Übernachten. Schnell bauten wir die Zelte auf, denn der nächste Schauer zog direkt über uns hinweg. Nach einem zünftigen Abendessen zündete Juan ein kleines Feuer an, damit wir uns wärmen konnten. Das Thermometer meiner Uhr zeigte lediglich 5 Grad Celsius an. Bereits um kurz nach 21.00 Uhr verzogen wir uns in die Zelte, um auszuruhen und neue Kräfte für die nächste Etappe zu sammeln.

Im Zentrum von El Bolson

Sollen wir unsere Räder gegen das Rennrad-Tandem tauschen?

 

So versuchte ich die Wäsche zu trocknen (ergebnislos!)

Ein Bier in Ehren kann niemand verwehren - auch nicht im Zelt!

 

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