24.03.2011 – Ein Traumtag im Nationalpark “Los Alerces”

Schon am Morgen wurde ich von der aufgehenden Sonne geweckt. Es sollte ein richtiger Traumtag werden, so wie es ihn in den letzten Wochen nicht mehr gegeben hat. Wie immer kam ich erst gegen 10.00 Uhr aus der Stadt heraus. Es dauerte auch nicht lange, bis aus dem herrlichen Asphalt wieder die typische Schotterpiste wurde. Nach einem sehr kräftigen Anstieg ging es auf die Hauptstraße aus Esquel weiter, die direkt in den Nationalpark führte. Wie es in Argentinien und Chile leider typisch ist, musste ich wieder eine kräftige Eintrittsgebühr berappen, obwohl es eigentlich nur auf der Straße in Richtung Cholila gehen sollte. Egal, die herrliche Natur entschädigte für das gezahlte Geld auf ganzer Linie.

An einem großen See begann erneut die Schotterpiste. Sie führte ab jetzt immer an einem großen See entlang. Wer sich jetzt einen ruhigen Uferweg vorstellt, täuscht sich gewaltig. Immer wieder mächtige und steile Anstiege wechselten mit herrlichsten Aussichten auf den unten liegenden See und die Bergwelt im Hintergrund, die von den letzten Niederschlägen noch Schneereste trug. Der Wald roch herrlich und es machte riesigen Spaß heute Fahrrad zu fahren. So hätte ich mir den einen oder anderen Tag auf der Carretera Austral auch gewünscht.

Leider suchte ich vergebens zur richtigen Zeit einen geeigneten Schlafplatz und entschied mich bis nach Cholila durchzufahren, wo mir eine ältere Frau ein Zimmer vermietete. Insgesamt kamen so gute 110 Kilometer auf den Tacho und ich war am Ende auch vollkommen ausgepowert. Die Etappen der letzten Tage waren sehr anstrengend und auch heute kamen sicherlich wieder weit über 1.000 Höhenmeter zusammen, die es hochzufahren galt.

Schönes Wetter im Nationalpark "Los Alerces"

Schotterpiste - Besondere Vorsicht ist geboten!

 

Traumhafte Panoramen am laufenden Band

Die Landschaft entschädigte für die teilweise schlechte Piste

 

Die Schlechtwetterwolken schauen von Chile herüber

So sehen die Hände nach einer Pistenetappe aus

 

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