22.03.2011 – Endlich wieder auf der Strecke

In der Nacht hatte es weiter kräftig geregnet und sogar ein Gewitter gegeben (das ist hier besonders selten und war auch das erste in dieser Saison). Selbst beim Frühstücken vielen noch Schauer, doch gab es auch erste Wolkenlücken am Horizont. Die Schneefallgrenze fiel in diesen Tagen wieder auf 600 Meter. Zum Glück musste ich heute nicht so hoch fahren.

Als der Regen aufhörte, ging es gleich los. Die Strecke hatte wieder die richtige Würze. Es war ein welliges Profil mit teilweise extrem steilen und schwer zu fahrenden Rampen. Dafür kam ich gut voran. Nach bereits einer Stunde warteten die ersten Schauerwolken auf mich und mein Regencape kam wieder zum Einsatz. Insgesamt zeigte sich aber auch für etwa 30 Minuten die Sonne. Die Kamera funktionierte wieder einwandfrei, nachdem sie zwei Tage neben dem Ofenrohr verbrachte. Nach guten 40 Kilometern war der erste Ort erreicht. Das Dorf hieß Vanguardia und bestand aus lediglich 8 Häusern. Im Supermarkt gab es eine sehr, sehr übersichtliche Auswahl mit Artikeln, die für mich alle unbrauchbar waren. Meine Vorräte füllte ich erst im 30 Kilometer entfernten Villa Santa Lucia auf. Dort kam es auch zu einem bewegenden Moment. Ich kehrte der Carretera Austral den Rücken zu und bog in ein Seitental in Richtung Futaleufu und Argentinien ab.

Die Piste war ab jetzt zwar nicht mehr von berauschender Qualität. Trotzdem lief es sehr gut und ich stoppte nach weiteren 30 Kilometern an einer Weggabelung. Morgen soll es weiter nach Futaleufu (oder wie es Nina schön in die deutsche Sprache übersetzte: Pfui Teufel) gehen. Dann sind es auch nur noch 10 Kilometer bis zur chilenisch / argentinischen Grenze und der Hoffnung nach besserem Wetter.

Abfahrt in La Junta

Endlich wieder: Moder-on-Tour

 

Vanguardia - das einsamste Dorf an der Strecke

Die Dorfkirche von Villa Santa Lucia

 

Ab Futaleufu sollte das Wetter besser werden

Mein Fahrrad und der Regenbogen

 

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