25.02.2011 – Der Wind ist zurück – jetzt noch heftiger wie vorher

Zu meinem nächsten Ziel (El Chalten) sind es etwa 225 Kilometer. Es waren ab Mittag Windböen bis 60 Kilometer pro Stunde gemeldet und es sollte trocken bleiben. Da 60 Kilometer Windgeschwindigkeit nicht mehr so schlimm war, brach ich gegen 9.30 Uhr auf, um zumindest die erste Hälfte von 110 Kilometern zu absolvieren. Es bewölkte sich sehr schnell und bereits nach etwas mehr als einer Stunde setzte leichter Regen ein. Das hatte ja gerade noch gefehlt. Zum Glück war es noch nicht windig. Dies änderte sich aber schlagartig, als ich wieder auf die Ruta 40 abzweigte und in Richtung Norden fuhr. Minütlich verstärkte sich der Wind, bis er wieder zu einem kräftigen Sturm herangewachsen war.

Der Wind traf mich schräg von vorne und teilweise direkt von der Seite. Es war wieder die Hölle. Die Böen wurden so stark, dass sie mich mehrfach „aus der Bahn warfen“ und mich im Schotterstreifen neben der Straße landen ließen. Der Wind pfiff in meinen Speichen wieder ein rhythmisches Lied. Immer wieder setzte leichter Regen ein. Die Böen wurden so stark, dass ich mein Fahrrad an exponierten Stellen schieben musste und selbst das gelang später nicht mehr. Also war Warten am Straßenrand angesagt. Sobald der Wind etwas abflaute, versuchte ich wieder ein paar Meter zurückzulegen und so ging das mehrere Stunden lang. Trotzdem waren gegen Abend 110 Kilometer (also genau die Hälfte) absolviert. Es gab hier draußen sogar ein Hotel. Das Zimmer war mit umgerechnet 50,- € aber zu teuer und so baute ich in einem von Pappeln geschützten Bereich mein Zelt auf. Auf freier Fläche würde es wahrscheinlich das Zelt in tausend Stücke reisen.

Windaussichten: In der Nacht deutlich abflauend und morgen nur noch schwacher Wind bis maximal 20 Kilometer die Stunde. Da sollten die letzten 110 Kilometer nach El Chalten doch zu schaffen sein. Cerro Torre und Fitz Roy (Cerro Chalten) ich komme ;-).

Unterwegs in der Pampa

Interessante Felsformationen am Wegesrand

 

Ein Verkehrszeichen spricht Bände - Seitenwind

Die argentinische Version von Steinschlaggefahr

 

2 Gedanken zu „25.02.2011 – Der Wind ist zurück – jetzt noch heftiger wie vorher

  1. volker hentze

    hallo,
    anscheinend hast du viel spass und der gegenwind ist gut für die figur.
    du selbst wirst dich wohl nicht wiegen im moment. auf den selbstportraits
    sieht ma deutliche gewichtsverluste.
    würde dem häääntzi auch gut tun, der grast aber zu viel auf der weide.
    bin gerade im vogelsberg. hier gibt es nicht solche interessanten wolkenformationen, aber dafür nette menschen.
    take care sagt der ami.
    ich habe solche gletscher vor langer zeit in alaska gesehen.
    ist schon ein heftiges naturschauspiel. freue mich jetzt schon auf den lichtbildvortrag.

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