Archiv für den Monat: Juli 2011

08.07.2011 – 10.07.2011 – Riga

Hier einige Eindrücke aus der größten Stadt des Baltikums:
 

Im Hafen von Riga werden riesige Mengen russischer Kohle verladen

Verwaiste Industrieanlagen sind überall zu sehen

Der Dom in Riga

Die Petri-Kirche im Stadtzentrum

Schmale Gassen in der Altstadt

Das Rathaus von Riga

Skulpturen aus Sand

Auch Gäste können sich an Sandblöcken künstlerisch betätigen

Was wohl die Wünsche des russischen Brautpaars sind? Kinder, Gesundheit, Geld, Reisefreiheit???

Alle schauen den aufsteigenden Luftballons hinterher

Das Freiheitsdenkmal

Blick vom Marktplatz auf das Schwarzhäupterhaus und die Petri-Kirche

Seltenheitswert! Das alte sowjetische Kennzeichen von Lettland

Riga hat eine schöne Altstadt

Der goldene Ritter

Hübsche Häuserzeile

Die beiden Künstler Sandis Kondrats (Lettland) und Eva Suzuko McGrew (Vereinigte Staaten von Amerika) wollen mit ihrem Kunstwerk (Foto unten) Folgendes ausdrücken: Einer für alle und alle für einen. Alle zusammen, Jung und Alt, Männer, Frauen und Kinder, Letten und Russen – sie alle können das heutige Lettland aufbauen und entwickeln. Riga ist ein Musterbeispiel, denn über Hunderte von Jahren wurde es auf Sandhügeln von unzähligen Händen erbaut. Es ist Zeit die Hände zu vereinigen und die gemeinsamen Träume zu verwirklichen.

Dies sollte auch die lettische Regierung zum Anlass nehmen und die Benachteiligungen für die russische Minderheit im Land (immerhin 27,6 % – in Riga sind es sogar 50 % Russen und in Daugavpils etwa 80 %) abbauen. Es ist meines Erachtens wirklich sehr bedenklich und diskriminierend, wenn man die Hürden zur Einbürgerung für die russische Bevölkerungsgruppe in extremer Weise erschwert und die Leute mit sogenannten „Nichtbürger-Pässen“ ausstattet. Nach wie vor steht Lettland zusammen mit Deutschland an vorderster Front, wenn es darum geht, die Visabefreiung für Russland abzulehnen – aber die Politiker der beiden Länder werden es nicht verhindern können und es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die russischen Bürger visafrei in die Schengen-Staaten einreisen dürfen. Ich kann es kaum abwarten, denn im Gegenzug dürfte ich auch visafrei nach Russland reisen und könnte dort viele Träume einfacher verwirklichen (Wolga-Radtour, Elbrus-Besteigung…). In der heutigen Zeit gilt es in Europa Brücken zu bauen und aufeinander zuzugehen, anstatt Hürden zu errichten und auszuschließen.

Auch wenn es die lettischen Politiker nicht begreifen wollen: Letten und Russen können das Land nur gemeinsam voranbringen!

Slovenský raj – Moj raj oder mein Paradies

Eigentlich ist es nur ein kleines Mittelgebirge, das in Deutschland relativ unbekannt ist. Wenn man in der Slowakei ist, sollte man auf keinen Fall den Fehler begehen und dieses herrliche Kleinod der Natur auslassen.

Unser heutiger Tagesausflug führt uns zunächst mit dem Auto in Richtung Spisska Nova Ves. Sobald man auf der kleinen Nebenstraße ist, sollte man den Abzweig nach Spisske Tomasovce wählen, denn von hier sind es lediglich noch 5 Minuten mit dem Auto zum Ausgangspunkt der Wanderung am Besucherparkplatz Cingov.

Über einen breiten Weg führt die Wanderung in die Hornad-Schlucht hinein. Nach etwa 30 Minuten wir ein Abzweig erreicht. Es geht hier in ein Nebental oder zum Berg Klastorisko. Wir entscheiden uns für die etwas anspruchsvollere dritte Variante durch den Hornad-Durchbruch. Der Weg wird zusehends schmaler und führt in einem ständigen Auf und Ab am Fluss entlang. Mit der Zeit verengt sich das Tal und der Weg ist der öfteren mit Drahtseilen versichert. An Felswänden geht es über Trittstufen entlang und der Fluss wird mehrmals über wackelige Brücken gequert. Nach guten 2 Stunden erreicht der geübte Wanderer ein kleines Seitental. Hier kann man in einer weiteren Stunde zum Klastorisko aufsteigen. Es folgt ein spektakulärer Weg, der Wasserfälle seitlich mittels Leitern überwindet. Aus Sicherheitsgründen ist der Aufstieg nur bergauf zugelassen. Am Berg Klastorisko wartet auf die Wanderer einer der schönsten Wiesen mit Ausblick auf die Hohe Tatra und auch eine kleine Rast in der Berghütte ist möglich. Der Abstieg erfolgt über den Bergrücken des Klastorisko hinweg. Danach geht es steil bergab, bis nach etwa 45 Minuten die erste Wegverzweigung erreicht wird. Von hier sind es nur noch 30 Minuten auf dem breiten Weg zurück zum Wanderparkplatz Cingov.

www.slovensky-raj.org/slowakisches-paradies/

Kinder können im Slovenský raj viel von der Natur lernen

Die Tomásovský výhl´ad vom Hornadtal aus gesehen

 

Immer wieder gibt es imposante Tiefblicke

Baumpilze

 

Luftige Wegführung über dem Wasser

Ein abenteuerlicher Wegabschnitt - nicht alle Trittstufen sind fest!

 

Wackelige Brückenquerungen

Wiese vor der Letanovský mlyn

 

Blume am Wegesrand

Trittsicherheit ist sehr wichtig

 

Im Hornad-Durchbruch

Wegsuche im Aufstieg zum Klastorisko

 

Felsstufen erklimmt man mit Hilfe von Leitern

Am Ausstieg der letzten Leiter

 

Aus der Sicht eines Käfers

Eine sehr beliebte Blüte

 

Wilde Rosen

Blick auf Spisské Strvtok und Letanovce

 

Meine Lieblingswiese am Berg Klastorisko

Dunajec und Zipser Burg

In der Umgebung der Hohen Tatra gibt es auch für Personen, die nicht so gerne wandern, einiges zu sehen. Als besondere Empfehlung sei hier eine Floßfahrt auf dem Dunajec genannt. In der Sommersaison gibt es täglich Abfahrten ab Cerveny klastor (ausgeschildert mit plt´ – Floß). Je nach Strömung benötigt man etwa 90 Minuten, um den Dunajec-Durchbruch zu durchfahren. Am Ende der Tour kann man auswählen, ob man die 12 Kilometer am Flussufer zurückläuft oder die bequeme Busfahrt über die Berge in Anspruch nimmt. Auch eine Kutschfahrt oder ein Abstecher nach Polen sind möglich.

www.pieniny.sk

Die Teile für unser Floß werden zusammengesucht

Die Floßteile werden im Wasser zusammengebunden

Die Sitzbänke für die Passagiere werden montiert

Die Passagiere können das Floß besteigen

Ein Floß auf dem Dunajec

Der polnische Berg "Drei Kronen" vom Fluß aus gesehen

Unterwegs im Durchbruchstal des Dunajec

Unser Steuermann

Immer wieder gibt es herrliche Fotomotive

Unser Flößer Ludwig hat uns sicher nach Lesnica gebracht

Etwas westlich des Dunajec befindet sich die Kreisstadt Stara L´ubovna. Ein Besuch der noch gut erhaltenen Burganlage und des Museumsdorfes ist sehr empfehlenswert. Von hier ist auch nicht mehr weit zur größten Burgruine in Mitteleuropa. Über Spisske Podhradie befindet sich die Zipser Burg, die im 12. Jahrhundert an dieser Stelle errichtet und im Jahre 1780 nach einem Brand aufgegeben wurde. Seit 1993 ist die Burgruine auch UNESCO-Weltkulturerbe.

www.spisskyhrad.sk

Die Burg von Stará L´ubovna

Kleine Landstraßen führen durch das Hinterland

Dunkle Wolken über Spisské Podhradie

Spisský Hrad - die Zipser Burg

Weitere Ausflugsziele in die östliche Umgebung der Hohen Tatra:

Bardejov, Presov und Kosice (allesamt wunderschöne Städte, die einen Besuch wert sind); nahezu unberührte Natur und Holzkirchen sind ganz im Osten der Slowakei zu finden, in den Grenzgebirgen zur Ukraine kann man auch herrliche Wanderungen unternehmen (z. B. der Berg Kremenec im Dreiländereck Polen, Slowakei, Ukraine von Nova Sedlica aus)

 

 

Eine Stunde warten - zwei Minuten Sonne für das Foto von der Zipser Burg ;-)