Archiv für den Monat: August 2010

11.08.10 – 19.08.10 – Besuch in der Ukraine

Die Bauarbeiten für das neue Hilfsprojekt von Kinderherz Untermain e. V. starteten Anfang August 2010. Um mich vom positiven Verlauf der Baumaßnahmen zu überzeugen, reiste ich in der letzten Woche nochmals kurz in die Ukraine. Neben einem Besuch auf der Baustelle verbrachte ich mit meiner Reisegruppe auch noch drei Tage am Strand von Ochakiv und besichtigte Odessa und Kiew.

Ankunft auf dem Bahnhof von Odessa

Preobragensky Kathedrale

 

Archäologisches Museum in Odessa

Das Opernhaus

In der Ukraine erwartete uns der heißeste Sommer seit 130 Jahren. Nächtliche Tiefstwerte von 25 Grad Celsius und Tageshöchsttemperaturen von 40 Grad Celsius machten der ganzen Gruppe zu schaffen. Selbst das Meerwasser hatte Badewannentemperatur und sorgte nicht richtig für Abkühlung.

 

Am Strand von Ochakiv

Sonnenuntergang im Hafen

Am Montag, den 16. August besichtigten wir die Baustelle im Schulinternat. Mit dem Versetzen der Wand und dem Verlegen der Wasserleitungen waren bereits wichtige Abschnitte fertiggestellt. Am Tag des Besuchs kamen die Elektriker und begannen mit dem Verlegen der Kabel. Die neuen Duschen für die Kinder werden voraussichtlich Mitte September zur Verfügung stehen.

 

Die Gruppe vor dem Schulinternat

Besichtigung der Baustelle

 

Bauunternehmer Sascha erklärt mir den Baufortschritt

Trotz 40 Grad Celsius wird gearbeitet

Am letzten Tag der Reise besichtigten wir noch die ukrainische Hauptstadt. Leider war das Wetter hier nicht mehr ganz so schön und zeitweise regnete es. Trotzdem schauten wir uns noch eine ganze Menge Sehenswürdigkeiten an.

Vor der Mutter Heimat - ein gigantisches Monument

Über den Abschluss der Bauarbeiten im Schulinternat werde ich voraussichtlich im Oktober 2010 berichten. Alle Reisen in die Ukraine, die zur Bauüberwachung und -abnahme dienen, werden übrigens komplett aus eigener Tasche finanziert. Alle Spendengelder kommen bei Kinderherz Untermain e. V.  zu 100% bei den bedürftigen Kindern an.

07.08.10 – 08.08.10 Biwakwanderung am Rhein

Am Samstag den 07.08.10 startete eine 6-köpfige Gruppe vom Rüsselsheimer Alpenverein zu einer etwas ungewöhnlichen Wanderung entlang des Rheinburgenwegs. Zunächst fuhren wir mit der Bahn über Mainz und Bingen nach Oberwesel am Mittelrhein. In Oberwesel entschieden wir uns für den etwas spektakulären Oelsberg-Klettersteig in Richtung St. Goar. Natürlich kann man diesen Steig nicht mit seinen alpinen Weggefährten vergleichen. Trotzdem wurde der Weg sehr schön angelegt und führt durch Weinberge und Mauern nach oben. Einige Abschnitte sind durch Leitern, Klammern und Steighilfen versichert.

Blick vom Oelsberg-Klettersteig auf Oberwesel

Die Gruppe erklimmt eine Mauer in den Weinbergen

Über ein Hochplateau wanderten wir weiter in Richtung St. Goar und konnten immer wieder herrliche Ausblicke auf den Loreleyfelsen genießen.

Sommerromantik über dem Rhein

Die Wandergruppe vor dem Loreleyfelsen

Die Zeit verging schneller als geplant und so mussten wir uns zum Schluss noch richtig beieilen, um unseren geplanten Biwakplatz im letzten Licht zu erreichen. Die ziemlich anspruchsvolle Wegführung (in jedes Tal muss man absteigen, um danach wieder auf die nächste Anhöhe zu gelangen) ermüdete die ganze Gruppe. Der letzte Anstieg vom Gründelbach durch die Weinberge zum Aussichtspunkt “Zum Pilz” forderte nochmals unsere letzten Kräfte. Am Hang entlang waren es jetzt nur noch 1,5 Kilometer, bis wir das Nachtlager an einer Schutzhütte erreichten. Zusammen mit einer Jugendgruppe der Blaskapelle Bad Salzig verbrachten wir noch schöne Stunden am Lagerfeuer.

Abendlicher Ausblick auf den Rhein

Die Burg Maus im letzten Abendlicht

 

Unser Biwakplatz

Nach dem verregneten Morgen konnte die Gruppe bei sonnigem Wetter weiterwandern

Gegen fünf Uhr morgens setzte leider Regen ein und wir verkrochen uns noch ein paar Stunden in der Schutzhütte. Nach dem Frühstück riss der Himmel auf und pünktlich zum Start der nächsten Wanderetappe konnte die Gruppe auch wieder die Morgensonne genießen. Der Weg führte in einem ständigen Auf und Ab durch die Werlauer Schweiz. Immer wieder genossen wir die fantastischen Ausblicke auf “Vater Rhein”. Der Himmel verfinsterte sich im Laufe des Tages wieder und einige Schauer prasselten auf die Wandergruppe. Dies machte uns aber nichts aus und über Bad Salzig wanderten wir noch bis Boppard, wo wir die Tour mit einem zünftigen Mittagessen ausklingen ließen.

Burgenblick zwischen Bad Salzig und Boppard

Marktplatz in Boppard

 

Zurückgelegte Gesamtkilometer an beiden Tagen: ca. 36 Kilometer