Spektakuläre Wanderung durch die Salzkordillere der Atacama-Wüste

Unsere Tour beginnt auf dem Plaza de Armas in San Pedro de Atacama. Wir starten am nördlichen Ende des kleinen Parks direkt an der Kirche und laufen die Straße „Gustavo Le Paige“ bis zu ihrem Ende nach Westen. Dort biegen wir nach rechts und die nächste Straße sofort wieder nach links ab. Die Hauptstraße (Ruta 23) in Richtung Calama ist erreicht. Über diese Straße läuft man jetzt auf Asphalt bis an die Salzkordillere heran. Im rechten Blickfeld taucht das Monument des Aussichtspunktes auf, wo es später noch hinaufgeht.

Plaza de Armas in San Pedro de Atacama mit Blick auf den Vulkan Licancabur

Plaza de Armas in San Pedro de Atacama mit Blick auf den Vulkan Licancabur

Der höchste Punkt der Tour ist bereits in Sichweite: Das Monument von Pukara de Quitor

Der höchste Punkt der Tour ist bereits in Sichweite: Das Monument von Pukara de Quitor

 

Nach 2,3 Kilometern zweigt die Hauptstraße nach links ab und führt die Kordillere hinauf. Wir verlassen den asphaltierten Abschnitt und laufen nahezu geradeaus in ein Tal hinein. Es ist das Valle de la Muerte oder zu Deutsch das Tal des Todes, durch das die alte und unbefestigte Straße nach Calama führt. Bereits nach wenigen Metern eröffnen sich spektakuläre Aussichten. Der Wanderer befindet sich bereits mitten in der Salzkordillere, die zum Fotografieren nur so einlädt. Das Salz ist überall an der Felsoberfläche zu sehen. Am besten ist es nach Niederschlägen sichtbar. Die intensive Weißverfärbung hält in diesem Fall mehrere Monate an. In einigen Kurven führt die alte Hauptstraße ins Gebirge hinein. Mit jedem Meter wird unsere Wanderung interessanter. Es folgen enge Felspforten und wilde Gesteinsformationen.

Panorama - Im Valle de la Muerte

Panorama – Im Valle de la Muerte

Im Tal des Todes

Im Tal des Todes

Interessante Gesteinsformationen

Interessante Gesteinsformationen

Im Tal des Todes

Im Tal des Todes

Die enge Durchgangspforte

Die enge Durchgangspforte

Panorama - Im Valle de la Muerte

Panorama – Im Valle de la Muerte

Panorama - Im Valle de la Muerte

Panorama – Im Valle de la Muerte

 

Nach ziemlich genau 1,3 Kilometern zweigt ein erster ausgetrockneter Bachlauf nach rechts ab. Es geht in ein Seitental hinein, das uns hinein in das Herz der Kordillere führt. Wer Lust hat, kann dieses Seitental bis zum begehbaren Ende laufen und die Gesteinsformationen bewundern. Wer dies nicht möchte, kann alternativ sofort in das nächste noch kleinere und etwas schwer sichtbare Seitental nach rechts abzweigen. Grundsätzlich gibt es in diesem Teil der Salzkordillere viele Möglichkeiten zum Ziel zu gelangen. Vonseiten des Autors sei aber darauf hingewiesen, dass die hier beschriebene Variante mit Abstand die einzige Wegführung ist, die ungefährlich und bis auf eine Stelle nur wenig steil auf den Kamm hinaufführt. Zur besseren Orientierung ist ein GPS-Gerät unabdinglich, um sich in den engen Tälern nicht zu verlaufen. Besonders wichtig ist auch stabiles Wetter! Bei aufziehenden Gewittern muss diese Wanderung wegen drohender Blitzschlaggefahr sofort abgebrochen werden.

Unser kleines ausgetrocknetes Bachtal führt jetzt in engen Kurven ganz leicht bergauf. An einem kleinen Felsrücken (am besten auf das GPS schauen) verlassen wir es und folgen diesem Buckel. Ganz langsam gewinnen wir an Höhe und nach weiteren 1,5 Kilometern sollte man der objektiv leichtesten Möglichkeit folgen, auf die Berge zuzulaufen. Nach wenigen Minuten gelangt man so an den Fuß der Felswände. Dem sich hier abbrechenden Seitental sollte man sich nicht zu sehr nähern, da Absturzgefahr drohen könnte. Der GPS-Track führt in sicherer Entfernung weiter bergauf, bis ein steiler Hang erreicht wird. Es geht in recht weichem Gestein kurz und knackig hinauf, bis ein Sattel erreicht ist. Dieser gehört bereits zum Grat.

Unser Abzweig in ein Seitental

Unser Abzweig in ein Seitental

Ein trockener Bachlauf in der Salzkordillere

Ein trockener Bachlauf in der Salzkordillere

Wilde Felstäler warten auf den Besucher

Wilde Felstäler warten auf den Besucher

Durch diesen Bachlauf schlängelt es sich nach oben

Durch diesen Bachlauf schlängelt es sich nach oben

Die Wegführung ist atemberaubend

Die Wegführung ist atemberaubend

Aufstieg zum Hauptkamm

Aufstieg zum Hauptkamm

Die Salzkordillere von oben

Die Salzkordillere von oben

Das Monument von Pukara de Quitor

Das Monument von Pukara de Quitor

Panorama - Blick auf San Pedro de Atacama

Panorama – Blick auf San Pedro de Atacama

Ab dem Sattel sind erste Pfadspuren zu erkennen. Ein Abzweig nach links lohnt sich nur für Fotos, da ein Weiterkommen nicht möglich ist. Daher biegen wir im Sattel nach rechts ab und es geht auf ersten erkennbaren Pfadspuren kurz weiter bergauf, bis ein kleines Plateau erreicht ist. Die Pfadspuren sind jetzt immer deutlicher zu erkennen. Diesem Pfad folgt man zunächst auf 1,4 Kilometern länge. Im Blickfeld ist jetzt immer das Monument der archäologischen Stätte „Pukara de Quitor“. Um den wegelosen Abzweig nicht zu verpassen, sei auch hier der Blick auf das GPS empfohlen. Es geht vom Hauptpfad, der sich weiter nach oben zieht, leicht nach rechts ab in ein scheinbar kleines Seitentälchen hinein. Nach etwa 100 Metern gelangen wir wieder an einen kleinen Höhenzug und hier wird auch wieder ein Pfad erkennbar. Noch einmal wird eine kleine Anhöhe überschritten, bevor der Pfad in den letzten Sattel vor dem Monument hinabführt. Ein ganz kurzes Wegstück ist etwas unbequem steil, der Pfad aber immer gut zu erkennen. Ab dem Sattel müssen wir nochmals kurz und knackig aufsteigen. Die Wegführung ist hier nicht immer gut zu erkennen, aber jeder sollte sich die einfachste Möglichkeit nach oben suchen. Einige Steine sind etwas locker. Nach etwa 5 Minuten ist das Monument erreicht.

Von hier oben können wir die fantastische Aussicht auf die Salzkordillere, auf San Pedro de Atacama und natürlich die Vulkankette der Anden genießen. Ab jetzt geht es wieder auf breiten und für jedermann zugänglichen Schotterwegen abwärts. Nach etwa 5 Minuten ist ein weiteres Denkmal erreicht. Es ist der ehemalige Wachturm der Atacameño-Indianer. Hier wurden auch Opferrituale abgehalten und mit Rauchzeichen vor dem Einfall von Feinden gewarnt. Wir befinden uns bereits auf dem Gelände der historischen Wohn- und Fluchtburg Pukara de Quitor. Der weitere Wegverlauf führt in einigen Serpentinen bergab. Der Weg sollte an dieser Stelle bitte nicht abgekürzt werden, denn der ganze Hang besteht aus lockerem Gestein. Nach etwa weiteren 15 Minuten ist man wieder unten und kommt an einer kleinen Bar vorbei. Hier besteht die Aufstiegsmöglichkeit, um auf einem kurzen Weg die Festung aus dem 13. Jahrhundert zu bewundern, die zu den besten architektonischen Leistungen der gesamten Region zählt. Die Festung Pukara de Quitor diente damals als Verteidigungsanlage der Oase San Pedro und war so ausgelegt, dass sie auch längere Belagerungen aushalten konnte. Leider kamen Mitte des 16. Jahrhunderts die Spanier und eroberten die Siedlung. Danach war sie dem Verfall preisgegeben, bis Anfang der 80er Jahre etwa 30 % der Gebäude restauriert wurden. Am Eingang sind 3.000 $ Eintritt pro Person zu entrichten. Die Eintrittskarte ist auch für mehrmalige Besuche gültig.

Das Überleben ist für Pflanzen sehr schwierig

Das Überleben ist für Pflanzen sehr schwierig

Diese Pflanze ist wohl ein Überlebenskünstler

Diese Pflanze ist wohl ein Überlebenskünstler

Am Aussichtspunkt angekommen

Am Aussichtspunkt angekommen

Blick ins grüne Tal des Rio San Pedro

Blick ins grüne Tal des Rio San Pedro

Die Salzkordillere

Die Salzkordillere

Der ehemalige Wachturm und die Opferstätte

Der ehemalige Wachturm und die Opferstätte

 

Panorama - Blick auf die Salzkordillere

Panorama – Blick auf die Salzkordillere

Panorama - Die ehemalige Ruinenstadt Pukara de Quitor

Panorama – Die ehemalige Ruinenstadt Pukara de Quitor

 

Am Eingang zur Ruinenanlage stößt man wieder auf eine Straße, der wir nach rechts folgen. Auf direktem Wege geht es zurück nach San Pedro. Die 2,9 Kilometer sind in etwa 45 Minuten zurückgelegt. An einem Gärtchen bietet sich der Abzweig nach links in die Tocopilla-Straße an. Nach einigen Metern taucht das kleine Meteoriten-Museum auf, das zur Besichtigung einlädt. Im Stadtgebiet erreicht man schnell wieder die Straße Gustavo El Paige. Hier nochmals nach links und nach 200 Metern steht man wieder auf der Plaza de Armas.

Die Tour bietet sich auch in umgekehrter Richtung an. Für den Abstieg vom Aussichtspunkt der Festung in den ersten Sattel ist Trittsicherheit erforderlich. Den Weg hat man aber immer vor Augen. Wer kein GPS dabei hat, sollte wegen der Orientierung unbedingt diese Variante wählen.

GPS-Track:

http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/cordillera-de-la-sal-san-pedro-de-atacama/9585982/

Tipps für San Pedro:

An dieser Stelle möchte ich lediglich ein paar Tipps für gute Einkehrmöglichkeiten geben, da die guten Unterkünfte alle sehr teuer sind und die preiswerten Übernachtungsstätten vom Komfort her eher schlecht sind.

Gutes Essen zu Preisen wie in Deutschland gibt es:

La Estaka, Caracoles 259b in San Pedro (hervorragendes Steak)

La Casona, Caracoles 195 in San Pedro (sehr leckere Speisen)

Las Delicias de Carmen, Calama 360 (riesige Teller und lecker)

Preisgünstiges und gutes Essen:

Sol, Toconao 544 (endlich etwas Preisgünstiges, die Speisen sind fantastisch, wohlschmeckende bolivianische und peruanische Küche und ein täglich wechselndes Tagesmenü)

 

Herbstliche Runde durch die Westliche Tatra

Ich hatte es schon lange vor und im Herbst 2013 sollte es nun endlich Wirklichkeit werden. Die Kammüberschreitung durch die Westliche Tatra stand auf dem Programm. Wenn man alleine unterwegs ist und günstig reisen möchte, bietet sich die Alternative mit dem Flugzeug und dem ÖPNV besonders an. Mit einem brasilianischen Jet der Fluglinie Flyniki fliege ich von Frankfurt nach Wien und von dort geht es mit Bussen zu meinem ersten Ausgangspunkt in Liptovský Mikulaš.

Der Wetterbericht für die nächsten zwei Tage ist ausgezeichnet. Nach kalten Nächten soll es durchweg sonnig und spätsommerlich warm werden. Es ist nicht kalt, sondern mit – 10 Grad eher extrem frostig und die Böden sind steif gefroren. Mit dem Linienbus fahre ich im ersten Tageslicht von Liptovský Mikulaš nach Jalovec. Es ist ein kleines Dorf am Fuße der Westlichen Tatra. Hier entscheide ich mich auf Feldwegen an den Waldrand zu laufen und stoße nach etwa 30 Minuten auf den Startpunkt der Tatra-Magistralen. In zügigem Tempo geht es von hier auf dem gelb markierten Pfad zum Palenica-Sattel hinauf.

Blick von Liptovský Mikulaš in die Westliche Tatra

Blick von Liptovský Mikulaš in die Westliche Tatra

Morgenstimmung in Jalovec

Morgenstimmung in Jalovec

Der Weg durch den Wald

Der Weg durch den Wald

Die Rinnsale sind zu Eis erstarrt

Die Rinnsale sind zu Eis erstarrt

Morgennebel im Tal

Morgennebel im Tal

Die Kälte hat die Natur im Griff

Die Kälte hat die Natur im Griff

Reif auf den Bäumen

Reif auf den Bäumen

Teile des Baches sind schon zugefroren

Teile des Baches sind schon zugefroren

 

Die Sicht ist absolut klar und selbst über 100 Kilometer entfernte Berge sind heute perfekt auszumachen. Mein morgiges Tagesziel, der Touristenort Zuberec, liegt bereits zum Greifen nahe im Tal. Für mich soll es jetzt zunächst auf dem Grat in östliche Richtung weitergehen. Die Kälte der Nacht hat sich verzogen und Mütze und Handschuhe kann man bereits gegen 10 Uhr in den Rucksack packen. In kräftigen Wellen geht es hoch und runter über mehrere Berge.

Mit jedem Gipfel wird das Gelände anspruchsvoller. Ist es anfangs noch ein normaler Bergpfad, so kommen im weiteren Verlauf felsige Kletterpassagen hinzu, die immer wieder mit Ketten und Steighilfen gesichert sind. Die Ausblicke auf andere Gebirge wie die Hohe und die Niedere Tatra sind von hier oben traumhaft. Am späten Nachmittag ist der Smutné sedlo erreicht. Ich folge der blauen Markierung ins Tal und erreiche im letzten Tageslicht die Žiarská chata (Berghütte). An so einem herrlichen Herbsttag ist diese natürlich restlos überfüllt. Trotzdem gibt es für mich noch ein Bett. Ein leckeres Abendessen lässt die Kräfte für den morgigen Tag langsam wieder zurückkommen.

Das Gipfelkreuz auf dem Brestova (1.934 Meter)

Das Gipfelkreuz auf dem Brestova (1.934 Meter)

Das Herz der Westlichen Tatra

Das Herz der Westlichen Tatra

Auf dem Hauptkamm der Westlichen Tatra

Auf dem Hauptkamm der Westlichen Tatra

Traumhafte Aussichten vom Grat

Traumhafte Aussichten vom Grat

Die erste Kletterstelle unterhalb des Pachol´a

Die erste Kletterstelle unterhalb des Pachol´a

Auf dem Gipfel des Pachol´a (2.167 Meter)

Auf dem Gipfel des Pachol´a (2.167 Meter)

Gratverlauf nach Osten vom Gipfel des Baníkov (2.178 Meter)

Gratverlauf nach Osten vom Gipfel des Baníkov (2.178 Meter)

Schwierige Wegpassage hinter dem Baníkov

Schwierige Wegpassage hinter dem Baníkov ….. ….. ….. …..

Abstieg zum Sattel Smutné sedlo

Abstieg zum Sattel Smutné sedlo …… ….. ….. …… ….. ….. …..

Wo geht der Weg morgen weiter? Smutné sedlo (1.963 Meter)

Wo geht der Weg morgen weiter? Smutné sedlo (1.963 Meter)

Am zweiten Tag meiner Tour breche ich erneut früh auf. Es ist wieder bitterkalt. Nach 1 ½ Stunden stehe ich erneut an dem Sattel, wo ich gestern abgestiegen bin. Die Suche nach der roten Markierung ist gar nicht so einfach, da hier gleich eine kleine Kletterstelle wartet. Es ist wieder eine luftige Gratwanderung und an der einen oder anderen Stelle müsste die Markierung erneuert werden. Dank gutem Orientierungssinn finde ich aber immer wieder auf den Weg zurück. Nach zwei weiteren Stunden ist der wohl schönste Berg der Westlichen Tatra erreicht – der 2.088 Meter hohe Ostrý Roháč. Es wartet nochmals eine ziemlich lange und mit Drahtseilen versicherte Stelle. Da ziemlich viele Wanderer unterwegs sind, muss ich ein paar Minuten warten, um die Schlüsselstelle passieren zu können. Danach geht es sehr steil zum Jamnické-Sattel hinab.

Die schwierigen Wegstellen liegen jetzt hinter mir. Es geht zwar weiter in einem Auf und Ab über die Berge. Der Pfad ist aber wieder breit und bietet keine größeren Schwierigkeiten mehr. Am Gipfel des Volovec ist die polnische Grenze erreicht. Immer auf der Grenzlinie entlang wandere ich bis zum Gipfel des Lúčna. Von hier kann man auf der grünen Markierung in westliche Richtung marschieren. Von den Aussichten ist es leider nicht mehr so schön, da ein Großteil des Weges im Wald verläuft. Immer wieder sind ein paar Steigungen zu absolvieren, die zu so später Stunde meine Kräfte rauben. Es zieht sich ganz schön, bis es endlich ins Tal hinuntergeht. Erste Cirrus-Wolken sind aufgezogen, die einen Wetterwechsel ankündigen. Am späten Nachmittag ist es beinahe geschafft. Ich bin wieder im Tal. Eine Einkehr in der Zverovka-Hütte fällt aber wegen Überfüllung aus. Ein zäher Hatscher von 8 Kilometern bis nach Zuberec ist der Schlusspunkt dieser ausgesprochen anspruchsvollen und aussichtsreichen Bergtour, die wirklich nur erfahrenen Bergwanderern vorbehalten ist.

Am nächsten Morgen fahre ich mit dem Bus von Zuberec über Liptovský Mikulaš zurück nach Bratislava. Weiter geht es über Wien mit dem Flugzeug zurück nach Frankfurt.

Die Žiarská chata - ein wunderschöne Berghütte auf 1.289 Metern

Die Žiarská chata – ein wunderschöne Berghütte auf 1.289 Metern

Es geht wieder hinauf auf den Smutné sedlo

Es geht wieder hinauf auf den Smutné sedlo ….. ….. ….. …..

Zwischen Plačlivô und Ostrý Rohač

Zwischen Plačlivô und Ostrý Rohač ….. …… …… …… ….. …… …… ….. …… ……

Der Wegverlauf über den Ostrý Rohač (mitte) zum Volovec (links)

Der Wegverlauf über den Ostrý Rohač (mitte) zum Volovec (links)

Auf dem Gipfel des Ostrý Rohač (2.088 Meter)

Auf dem Gipfel des Ostrý Rohač (2.088 Meter)

Blick zurück zum Plačlivô und Baníkov

Blick zurück zum Plačlivô und Baníkov

Schwerer Abstieg in den Sattel

Schwerer Abstieg in den Sattel

Die Schlüsselstelle

Die Schlüsselstelle

Der wilde Hauptkamm der Westlichen Tatra

Der wilde Hauptkamm der Westlichen Tatra ….. …… ….. ……

Grenzgipfel Lučna (1.653 Meter) zwischen der Slowakei und Polen

Grenzgipfel Lučna (1.653 Meter) zwischen der Slowakei und Polen

Panorama

Panorama

Panorama

Panorama

Panorama

Panorama

Panorama

Panorama

 

Eine detaillierte Beschreibung der Tour wird in Kürze auf www.alpenvereinaktiv.com erscheinen und mit meiner Seite verlinkt.

 

Wanderung durch das Rila-Gebirge in Bulgarien

Wer Bulgarien hört, denkt sicherlich sofort an den Sonnen- oder Goldstrand beziehungsweise an Schrottsammler, die täglich mit älteren Transportern durch unsere Straßen fahren. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle ein paar Eindrücke eines anderen Bulgarien vermitteln – ein Bulgarien mit spektakulärer Natur und herrlichen Eindrücken – ein Bulgarien, das zum Wandern und Verweilen einlädt.

Im Westen Bulgariens gibt es drei wichtige Gebirge, die sich von Sofia im Norden bis an die griechische Grenze erstrecken. Direkt vor den Toren der bulgarischen Hauptstadt befindet sich das Vitosha-Gebirge, es schließt sich das Rila-Gebirge an und im Süden folgt das Pirin-Gebirge. Wer eine ganze Woche Zeit hat, sollte mit dem Rila beginnen. Hier kann man ideal von Hütte zu Hütte wandern und so die unterschiedlichen Landschaftsbilder sowie die bulgarische Gastfreundschaft intensiv kennenlernen.

Unser Ausgangspunkt für die hier vorgestellte Wanderung ist Borovets am Fuße des Rilas. Wer mit dem Flugzeug nach Sofia fliegt, kann einen vorbestellten Transport in Anspruch nehmen oder zunächst in die Hauptstadt fahren und von dort mit dem Zug bis Kostenets und weiter mit dem Bus nach Borovets fahren. Je nach Uhrzeit gibt es aber auch direkte Busse vom Hauptbusbahnhof, der sich unmittelbarer Nähe des Bahnhofs befindet (Infos unter www.sofia-airport.bg und www.sofia-airport-transfer.com).

Unsere Gruppe übernachtet im Hotel Rila in Borovets zum Preis von unschlagbaren 15,- € pro Person. Alleine das umfangreiche Frühstück ist diesen Preis wert und wir können den leichten sozialistischen Charme des Hotels genießen.

Am nächsten Tag beginnt die Wanderung. In etwa 4 ½ Stunden gelangt man zur Mussala-Hütte. Der Weg ist breit und führt durch den Wald. Einige Passagen sind aber recht steil und bringen meine Wanderer zum Schwitzen. An einem Abzweig führt ein Pfad rechts nach oben zur Jastrabets-Hütte. Mit schweren Rucksäcken ist dies jedoch nicht zu empfehlen, da der Weg offensichtlich nicht gepflegt wird und die Latschenkiefern den Pfad bereits wieder in ihrem Griff haben. Wer auf den Jastrebets möchte, sollte noch etwas geradeaus gehen und danach eine der Skipisten für den Aufstieg wählen. Oben auf dem Gipfel gibt es zahlreiche Restaurants und bei gutem Wetter hat man einen schönen Blick zum Mussala, der mit 2.925 Meter höchsten Berg der Balkanhalbinsel und auch höchsten Berg zwischen Alpen und Kaukasus. Vom Jastrebets kann man in einer guten Stunde in nahezu gleicher Höhe zur Mussala-Hütte hinüberlaufen. Vor allem am Wochenende ist hier richtig viel los und Karawanen von Touristen bevölkern das Gebiet.

Wir haben an diesem Tag Glück im Unglück. Die Mussala-Hütte ist bereits ausgebucht und es gibt keine Übernachtungsplätze mehr. Wir werden trotzdem nicht weggeschickt, sondern dürfen in einem Notlager in der noch nicht fertigen neuen Hütte schlafen.

 

Unser Hotel in Borovets

Unser Hotel in Borovets

Am Jastrebets-Gipfel mit Blick auf den Mussala

Am Jastrebets-Gipfel mit Blick auf den Mussala

Die noch nicht fertige Mussala 2 - Hütte - unsere Übernachtungsstätte

Die noch nicht fertige Mussala 2 – Hütte – unsere Übernachtungsstätte

Unser Notlager in der noch lange nicht fertigen Mussala 2 - Hütte

Unser Notlager in der noch lange nicht fertigen Mussala 2 – Hütte

Trotz des beengten Raums und einen Tritt ins Gesicht habe ich gut geschlafen. Das Wetter ist fantastisch und für die Überschreitung des höchsten Bergs mehr als ideal. Von unserer Hütte steigen wir in südwestliche Richtung über einen guten Steig bergauf. Die 500 Höhenmeter Aufstieg sind in etwa 2 ½ Stunden zu meistern. Obwohl der Mussala sehr bedrohlich wirkt, ist der Weg ohne größere Schwierigkeiten zu meisten. Die Aussichten sind traumhaft. In der Wetterstation auf dem Gipfel gibt es heißen Tee und Schokoriegel zu kaufen.

Die Südhänge des Mussalas sind völlig anders. Keine Spur mehr von scharfen Felsformationen. Unser Weg führt über steile Wiesenhänge weiter. Wir halten uns auf dem Hauptkamm und laufen in einem ständigen Auf und Ab weiter in südliche Richtung. Mittlerweile haben sich dicke Wolken gebildet. Es bleibt aber trocken. Nach etwa 7 Stunden Gesamtgehzeit erreichen wir einen Abzweig, der uns auf blauer Markierung in etwa 30 Minuten zur Granchar-Hütte bringt.

Die Granchar-Hütte befindet sich auf 2.187 Metern am Ende eines romantischen Tals und direkt neben einem Bergsee. Für den Hüttenwirt ist das Überleben hier oben extrem schwierig. Um die Reservierungen für Übernachtung zu erhalten, muss er zwei Mal täglich zu festgelegten Zeiten an eine etwa einen Kilometer von der Hütte entfernte Stelle gehen. Dort hat er Mobilfunkempfang und kann mit seiner Tochter im Tal telefonieren. Im Herbst 2012 haben Unbekannte die komplette Stromversorgung der Hütte gestohlen und sogar eine kleine Turbine am Bach abgebaut. Der Wirt gibt aber nicht auf und hat sich mit einem kleinen Solarpanel ausgeholfen. So gibt es wenigsten etwas Strom, um die Räume mit wenig Licht im Dunkel der Nacht zu erhellen. Dem Service tut das aber alles keinen Abbruch. Das Wirtspaar ist sehr freundlich und bietet leckere Speisen an. Empfehlenswert sind die Bohnensuppe, die selbst gemachten Kjufte und der Hauswein.

Die aktuelle Mussala-Hütte

Die aktuelle Mussala-Hütte

Blumen

Blumen

Aufstiegsweg zum höchsten Berg Bulgariens - der Mussala

Aufstiegsweg zum höchsten Berg Bulgariens – der Mussala ….. ….. …..

Blick zurück zur Mussala-Hütte und unserem Startort Borovets

Blick zurück zur Mussala-Hütte und unserem Startort Borovets

Der 2.925 Meter hohe Mussala ist erreicht

Der 2.925 Meter hohe Mussala ist erreicht …… ….. ….. ….. …… …… ….. …..

Auf der Kammwanderung vom Mussala zur Granchar-Hütte

Auf der Kammwanderung vom Mussala zur Granchar-Hütte

Unser Etappenziel: Die Granchar-Hütte

Unser Etappenziel: Die Granchar-Hütte

Den Abend lassen wir mit Rotwein ausklingen

Den Abend lassen wir mit Rotwein ausklingen

 

Dass man auch mit sehr wenig Geld herrliche Erlebnisse in Natur erleben kann, zeigt mir am nächsten Morgen ein Bulgare mit seinem Sohn. Sie sind bereits um 3 Uhr in der Nacht von Yakoruda zur Granchar-Hütte aufgestiegen und wollen noch über den Mussala bis nach Borovets laufen. Dort werden sie abgeholt. Der Bulgare erklärt mir, dass sie kein Geld zum Übernachten auf der Hütte haben und so einfach die komplette Tour an einem Tag ablaufen.

Wir steigen gegen 8 Uhr wieder auf den Hauptkamm auf und folgen der Kammlinie in ständigem Auf und Ab weiter in Richtung Süden. Wir treffen auf viele Gruppen von Beerensammlern. Sie sind in dieser Gegend unterwegs und suchen Heidelbeeren. Die Beeren verkaufen sie in Yakoruda auf dem Markt und sichern sich so eine schmale Einkunft. Es sind sehr liebenswürdige Menschen, die mit schlechtem Schuhwerk in den Bergen unterwegs sind, um sich ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Nach einer Weile werden die Grashügel etwas breiter und flacher. Wir genießen Aussichten auf das gesamte Gebirge – der Mussala befindet sich in deutlicher Entfernung hinter uns und in westlicher Richtung nähern sich die wilden Felsgipfel, die morgen erreicht werden.

Wer noch Lust auf einen Gipfel hat, kann am Abzweig zur Hütte Macedonia auf den Kanarata aufsteigen. Der Pfad zweigt schnell vom markierten Weg ab und ist mittels Steinmännchen bis ganz nach oben markiert. Im steinigen Gelände findet der Wanderer so schnell die optimale Route. Vom Kanarata genießt man einen fantastischen Panoramablick. Im Tal liegt bereits die Ribni-Ezera-Hütte – unser heutiges Tagesziel.

Der Weg zur Hütte führt an den nordöstlichen Flanken des Kanarata vorbei. In diesem Teil des Weges gibt es wohl die meisten Bergblumen, die immer wieder zum Fotografieren einladen. Es geht steil bergab und nach 30 Minuten ist die Hütte erreicht. Sie wirkt von außen eher ungepflegt und abstoßend. Es ist die einzige Hütte, wo eine warme Dusche angeboten wird.

Wo wandern wir hin? Zur Ribni Esera Hütte!

Wo wandern wir hin? Zur Ribni Esera Hütte!

Beernsammler bei der Arbeit

Beernsammler bei der Arbeit

Stausee "Beli Iskar" und der Mussala

Stausee “Beli Iskar” und der Mussala

Blick über die Hochebene des Rila-Gebirges

Blick über die Hochebene des Rila-Gebirges

Wir wandern und wandern und wandern ...

Wir wandern und wandern und wandern …

Hier leben auch Pferde

Hier leben auch Pferde

Der Aufstieg zum Kanarata-Gipfel lohnt wegen der Aussicht

Der Aufstieg zum Kanarata-Gipfel lohnt wegen der Aussicht ….. ….. ……

Ich genieße die unbändige Aussicht auf nahezu alle Rilaberge

Ich genieße die unbändige Aussicht auf nahezu alle Rilaberge

Blume

Blume

Die Ribni Esera - Hütte (dt. Fischseehütte)

Die Ribni Esera – Hütte (dt. Fischseehütte)

 

Heute steht eine besondere Etappe auf dem Programm. Von den Grashügeln des Rilas führt uns der anstrengende Weg an den wohl wildesten Bergen des Gebirges vorbei. Von der Ribni-Ezera-Hütte führt der Weg zunächst leicht bergab. An einer Wegkreuzung kann man in etwa 4 Stunden zum Rila-Kloster absteigen oder aber steil bergauf in ein anderes Tal laufen. Dort wollen wir hin. Im Nachbartal steht eine kleine Notunterkunft aus Holz. Wir rasten hier auf einer grünen Wiese und können dabei beobachten, wie sich die Wolken zusammenziehen.

Im Aufstieg zur nächsten Kammhöhe setzt Regen ein und so sind die spektakulären Berge nur noch zu erahnen und später gar nicht mehr zu sehen. Ein kleiner Wegabschnitt ist mit Drahtseilen versichert und bei Feuchtigkeit ist hier höchste Vorsicht geboten. Nochmals kommt die Gruppe an eine Notunterkunft aus Stein, die bei der schlechten Witterung zu einem Rasthaus umfunktioniert wird. Nach einer kleinen Stärkung aus dem Rucksack geht es nochmals über einen kleinen Pass in das Maljovitsa-Tal hinein.

Der Abstieg ist äußerst steil und einige Passagen sind doch etwas unbequem zu gehen. Nach etwa 10 Stunden ist es geschafft. Der Regen hat aufgehört, als die Gruppe die Maljovitsa-Hütte erreicht. Es ist die schönste Hütte auf unserer Tour und auch mit Abstand die bequemste. Es gibt gute Verpflegung und auch zum ersten Mal wieder brauchbare Toiletten im inneren der Unterkunft.

Wir wandern in den westlichen Bereich des Rila-Gebirges

Wir wandern in den westlichen Bereich des Rila-Gebirges …… ….. ….. …..

Die Gruppe verliert sich zwischen den mächtigen Felsblöcken

Die Gruppe verliert sich zwischen den mächtigen Felsblöcken

Eine Notunterkunft am Wegesrand

Eine Notunterkunft am Wegesrand

Es regnet im spektakulärsten Teil des Gebirges

Es regnet im spektakulärsten Teil des Gebirges

Da das Wetter nicht so gut ist, entschließen wir uns einen Tag Pause einzulegen. Nach der anstrengenden Etappe von gestern sind alle sehr froh darüber. Jeder darf das machen, worauf er Lust hat. Sie es Lesen, Essen, Trinken oder einfach nur die versteckten Geocaches im Tal suchen.

Besonders sehenswert ist der Jeep, den die Wirtsleute zum Heranbringen der Lebensmittel nutzen. Im Detail wird klar, dass hier scheinbar moderne Technik von Audi und VW versteckt ist ;-).

Abends reist die Wolkendecke auf und gibt Ausblicke ins Vitosha-Gebirge frei. Dort türmen sich mächtige Gewitterwolken, die sich in spektakulären Blitzen entladen. Ein atemberaubendes Schauspiel der Natur.

Wir legen auf der Maljovitsa-Hütte einen Tag Pause ein

Wir legen auf der Maljovitsa-Hütte einen Tag Pause ein

Ein etwas anderes Hinweisschild auf die Toiletten der Hütte

Ein etwas anderes Hinweisschild auf die Toiletten der Hütte

Der Jeep des Hüttenwirts

Der Jeep des Hüttenwirts

Man muss auf die kleinen Details achten!

Man muss auf die kleinen Details achten!

Es gibt leckere Kebapche

Es gibt leckere Kebapche …… ….. ….. ….. ….. …… ….. ….. …… …… ……. …….

Das typische Essen eines bulgarischen Wanderers: Kebapche, Bier und Schnaps

Das typische Essen eines bulgarischen Wanderers: Kebapche, Bier und Schnaps

Der Tag beginnt mit blauem Himmel. Es ist noch angenehm frisch, als wir das Tal hinaufsteigen. Die Nordwand der Maljovitsa scheint unbezwingbar. Unser Weg führt an einem symbolischen Bergsteigerfriedhof vorbei und zweigt danach nach rechts ab. Schnell und zügig geht es aufwärts. Wir laufen an einem romantischen Bergsee vorbei und können die wilden Felszacken der Berge auf der gegenüberliegenden Seite des Tals bewundern. Als der Kamm erreicht ist, bieten sich auch Ausblicke ins Nachbartal. Dort liegt das weltbekannte Rila-Kloster. In der Ferne hebt sich das Pirin-Gebirge vom Horizont ab.

Ein kleiner Abstecher führt die Gruppe in 5 Minuten auf den Gipfel der Maljovitsa. Von der Südseite ist es nur ein unspektakulärer Grasberg. Die Aussichten nach Norden sind wegen der Felsabbrüche äußert sehenswert. Wir laufen in einem ständigen Auf und Ab einen großen Bogen zum Berg gegenüber. Dort angekommen ist erstmals das Tagesziel zu sehen – die berühmten 7-Seen des Rila-Gebirges mit der gleichnamigen Hütte. Da es sich um die Hauptsehenswürdigkeit des Gebirges handelt, ist es hier dementsprechend touristisch überlaufen.

Auf der Hütte geht es trotzdem ruhig zu. Es ist alles sehr, sehr einfach und in den Betten fühlt sich auch der eine oder andere Floh sehr wohl. Die Wolken, die sich über den Tag gebildet habe, sehen mittlerweile bedrohlich aus. Es bleibt aber trocken.

Blick auf die Maljovitsa - unser Berg des Tages

Blick auf die Maljovitsa – unser Berg des Tages ….. ….. ….. …… …….

Gedenktafeln für verstorbene Bergsteiger am symbolischen Friedhof

Gedenktafeln für verstorbene Bergsteiger am symbolischen Friedhof

Blick zurück ins Maljovitsa-Tal

Blick zurück ins Maljovitsa-Tal

Ein verträumter Bergsee im Aufstieg zum Gipfel

Ein verträumter Bergsee im Aufstieg zum Gipfel

Auf der Maljovitsa

Auf der Maljovitsa

Blume

Blume

Die berühmten 7 Seen des Rila-Gebirges

Die berühmten 7 Seen des Rila-Gebirges

Dieser Berg lädt zum Klettern ein

Dieser Berg lädt zum Klettern ein

Unser Tagesziel: Die etwas heruntergekommene 7-Seen-Hütte

Unser Tagesziel: Die etwas heruntergekommene 7-Seen-Hütte

Ein hausgemachter Schnaps zum Preis von 50 Cent darf nicht fehlen

Ein hausgemachter Schnaps zum Preis von 50 Cent darf nicht fehlen

Die letzte Wanderetappe steht auf dem Programm. Draußen herrscht dichter Nebel, der sich auch während des Frühstücks nicht auflösen will. Die Hüttenwirtin gibt uns mit auf den Weg, dass wir vorsichtig sein und aufpassen sollen. So laufen wir bei dickem Nebel wieder nach oben auf den letzten Berg von gestern. Die Sichtweite beträgt selten mehr als 20 Meter. Oben angekommen schaut erstmals die Sonne durch die Wolken.

Nach und nach löst sich der Nebel komplett auf. Wir steigen in ein Seitental ab, das uns direkt zum großen Haupttal führt. Langsam aber sicher verlieren wir an Höhe. Kurz vor dem Wald streift der Weg einen kleinen Unterschlupf, der im Sommer von den Bergbauern genutzt wird. Hier oben in vollkommener Einsamkeit zu leben erfordert sicher viel Kraft. Im Abstieg mischt sich eine Schafherde in unsere Gruppe. Die Hütehunde sind davon überhaupt nicht begeistert. Gegen Mittag ist der Wald erreicht und auf einem schmalen Pfad geht es ziemlich steil in Richtung Rila-Kloster bergab.

Das Rila-Kloster wurde im 10. Jahrhundert gegründet und nach und nach ausgebaut. Im Winter 1832/1833 brannte das Kloster mit Ausnahme des Turms und der Kapelle völlig aus. Zwischen 1834 und 1837 wurde die Anlage in ihrer heutigen Form aufgebaut. Das Kloster wurde in die Liste der Weltkulturerben der UNESCO aufgenommen und ist sicherlich die bekannteste Sehenswürdigkeit des Landes. Mit etwas Glück kann man im Kloster auch übernachten. In der Hauptsaison sollte man sich aber frühzeitig ein Bett reservieren.

Während sich die Gruppe in ein Restaurant setzt, nutze ich die Zeit, um eine Unterkunft zu suchen. Alles ist ausgebucht. Trotzdem findet sich noch eine gute Lösung. Ich frage einen Polizisten. Der kennt ein gutes Hotel und reserviert telefonisch für uns. Wir müssen nochmals gute 6 Kilometer auf der Asphaltstraße zur Unterkunft laufen.

Heute starten wir im dichten Nebel, der sich nur langsam auflöst

Heute starten wir im dichten Nebel, der sich nur langsam auflöst

Ein Stein, der uns den Weg zeigt

Ein Stein, der uns den Weg zeigt ….. ….. ….. ….. ….. ….. ……

Ein ärmlicher Sommersitz eines Bergbauern

Ein ärmlicher Sommersitz eines Bergbauern

Im Abstieg geraten wir in eine Schafherde

Im Abstieg geraten wir in eine Schafherde

Wieder im Tal: Eine Stärkung am Rila-Kloster - 1 Liter Bier kostet 2,- €

Wieder im Tal: Eine Stärkung am Rila-Kloster – 1 Liter Bier kostet 2,- €

Das Rila-Kloster zählt wohl den den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Bulgariens

Das Rila-Kloster zählt wohl den den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Bulgariens

Herrliche Deckenmalereien

Herrliche Deckenmalereien

Fantastische Wandmalereien

Fantastische Wandmalereien

Im Innenhof

Im Innenhof

Aussichten auf den kommenden Winter

Aussichten auf den kommenden Winter

Der Bus fährt erst nachmittags ab und so haben wir noch ausreichend Gelegenheit, um das Rila-Kloster zu besichtigen. Am Kloster ist heute einiges los. Ein Gottesdienst wird abgehalten und neben Bulgariens Präsidenten sind auch der König und das Oberhaupt der orthodoxen Kirche anwesend.

Um 14.00 Uhr bringt uns der Linienbus über Dupnitsa nach Sofia zurück. Dort schauen wir uns ausgiebig die Stadt an und besuchen auch mein Lieblingsrestaurant „Pod Lipite“ (www.podlipitebg.com), was auf Deutsch „Unter den Linden“ heißt. Eine wohl für alle Teilnehmer unvergessliche Wanderwoche in Bulgarien geht zu Ende.

Das Kirchlein der Hl. "Petka" und im Hintergrund das Parlament

Das Kirchlein der Hl. “Petka” und im Hintergrund das Parlament

Die Banyabashi-Moschee

Die Banyabashi-Moschee …… ….. …… ……. ……. …… ….. …… ……

Rückansicht des Parlaments

Rückansicht des Parlaments

Hotel Bulgaria

Hotel Bulgaria

Die Alexander-Nevski-Kathedrale

Die Alexander-Nevski-Kathedrale

Die Alexander-Nevski-Kathedrale

Die Alexander-Nevski-Kathedrale

Das Ivan-Vazov-Theater

Das Ivan-Vazov-Theater

Die Sedmochislenitsi-Kirche

Die Sedmochislenitsi-Kirche

Abschied im Restaurant "Unter den Linden"

Abschied im Restaurant “Unter den Linden” …… ….. …… …… …..

Ein leckerer Fleischspieß stärkt nach der anstrengenden Tour

Ein leckerer Fleischspieß stärkt nach der anstrengenden Tour

Panoramablick vom 2.691 Meter hohen Kanarata auf das Rila-Gebirge mit der Ribni-Esera-Hütte

Panoramablick vom 2.691 Meter hohen Kanarata auf das Rila-Gebirge mit der Ribni-Esera-Hütte

Rumänien 4 – Ein Spaziergang durch Bukarest

Bukarest ist mit knapp 2 Millionen Einwohnern die Hauptstadt von Rumänien und hat einiges zu bieten. Sei es der Parlamentspalast, der immerhin hinter dem Pentagon das zweitgrößte Gebäude der Welt ist, ein Spaziergang durch die Altstadt oder durch einen der zahlreichen und herrlich angelegten Parkanlagen.

Viele nette Restaurants warten mit rumänischen Spezialitäten auf. Als besondere Empfehlung sei an diese Stelle das Caru cu bere in der Strada Stavropoleos genannt. Es ist ganztägig gut besucht, sodass sich bei größeren Gruppen eine Reservierung lohnt. Wohlschmeckend ist das selbst gebraute Bier, dass man hier in einem traumhaften Ambiente des Jugendstils genießen kann.

Die Creţulescu-Kirche am Revolutionsplatz

Die Creţulescu-Kirche am Revolutionsplatz …………… ……… …….

Im Hintergrund das prunkvolle Gebäude der rumänischen Sparkasse

Im Hintergrund das prunkvolle Gebäude der rumänischen Sparkasse

Im Restaurant Caru cu bere in der Bukarester Altstadt

Im Restaurant Caru cu bere in der Bukarester Altstadt

Ein rumänische Spezialtät: Sarmale oder Krautwickel

Ein rumänische Spezialtät: Sarmale oder Krautwickel

Die Stavropoleos-Kirche in der Altstadt

Die Stavropoleos-Kirche in der Altstadt

Vor dem nationalen Museum der Geschichte

Vor dem nationalen Museum der Geschichte

Auf dem Piaţa Unirii im Herzen der Stadt

Auf dem Piaţa Unirii im Herzen der Stadt

Der Parlamentspalast ist das größte Gebäude Europas

Der Parlamentspalast ist das größte Gebäude Europas

Überall in der Stadt findet man diese herrlichen Uhren

Überall in der Stadt findet man diese herrlichen Uhren

Am Universätsplatz ..... ..... ..... ..... .....

Am Universätsplatz ….. ….. ….. ….. …..

 

Rumänien 3 – Ein Streifzug durchs Donaudelta

Wer nach Rumänien fährt, sollte einen Besuch des Donaudeltas auf keinen Fall auslassen. Von Tulcea fahren in der Regel mehrmals täglich Schiffe in verschiedene Orte ab. Der größte Ort ist Sulina. Von hier aus kann man herrliche Ausflüge unternehmen und so das Leben und die Natur in dieser doch recht abgelegenen Gegend kennenlernen.

Wir fahren mit einem kleinen Boot in nördliche Richtung über Kanäle in das Dorf Letea. Hier nimmt uns ein Fahrzeug auf, das uns über den Ort C. A. Rosetti in Auwälder bringt. Es gibt Lianen zu sehen, die sich hier an den Bäumen ranken und hinter dem Wald stoßen wir auf Sanddünen, die die Donau im Laufe der Geschichte geformt hat.

Auch ein Abstecher an den Rand des Schwarzen Meeres lohnt sich. Mit etwas Glück kann man zwischen den Wasserpflanzen Pelikankolonien bewundern. Unweit von Sulina gibt es auch einen schönen Sandstrand. Das Restaurant wird abends zur Diskothek umfunktioniert und die Touristen können bis zum nächsten Sonnenaufgang tanzen.

Abfahrt ins Donaudelta: Der Ciuperca-See in Tulcea

Abfahrt ins Donaudelta: Der Ciuperca-See in Tulcea

Wir erreichen das Dorf Maliuc am Sulina-Kanal

Wir erreichen das Dorf Maliuc am Sulina-Kanal

Das alte Hotel an der Uferpromenade von Sulina

Das alte Hotel an der Uferpromenade von Sulina

Abendstimmung am Hafen von Sulina

Abendstimmung am Hafen von Sulina

Impressionen an der Uferpromenade

Impressionen an der Uferpromenade

Impressionen an der Uferpromenade

Impressionen an der Uferpromenade

Unterwegs im Donaudelta

Unterwegs im Donaudelta

Unterwegs im Donaudelta

Unterwegs im Donaudelta

Unterwegs im Donaudelta

Unterwegs im Donaudelta

Unterwegs im Donaudelta

Unterwegs im Donaudelta

Wir erreichen das Dorf Letea

Wir erreichen das Dorf Letea

Spaziergang durch die Auenwälder der Donau

Spaziergang durch die Auenwälder der Donau

Hier wachsen Lianen

Hier wachsen Lianen

In den Wüstendünen von Letea

In den Wüstendünen von Letea

Dem Wachstum der Natur sind keine Grenzen gesetzt

Dem Wachstum der Natur sind keine Grenzen gesetzt

Ein Badesee zwischen C. A. Rosetti und Letea

Ein Badesee zwischen C. A. Rosetti und Letea

Donauromantik

Donauromantik

Es gibt Millionen von Fröschen

Es gibt Millionen von Fröschen

Der alte Leuchtturm am Kanal

Der alte Leuchtturm am Kanal

Eine Pelikankolonie am Schwarzen Meer

Eine Pelikankolonie am Schwarzen Meer

Ein Pferdefuhrwerk wartet auf das Touristenschiff

Ein Pferdefuhrwerk wartet auf das Touristenschiff

Ein Linienschiff erreicht den Hafen von Sulina

Ein Linienschiff erreicht den Hafen von Sulina

Der alte Leuchtturm in Sulina

Der alte Leuchtturm in Sulina

Rumänien 2 – Braşov und Sighişoara

Braşov oder auf Deutsch Kronstadt ist eine etwa 250.000 Einwohner zählende Großstadt im Herzen Rumäniens und liegt am nördlichen Fuß des Karpatenbogens. Die Altstadt ist mit den vielen mittelalterlichen Gebäuden und der „Schwarzen Kirche“ sehr sehenswert.

Zu den Hauptattraktionen zählt sicherlich der Rathausplatz mit dem Trompeterturm. Zu Zeiten der türkischen Besatzung wurde von hier oben vor dem herannahenden Feind gewarnt. Zahlreiche Restaurants laden zum Verweilen ein und bieten Spezialitäten aus der Region an.

Einen besonders guten Blick auf die Altstadt genießt man vom „Weißen oder Schwarzen Turm“. Die Türme liegen am kleinen Berg hinter der Stadtmauer und sind durch kleine Wege miteinander verbunden.

Blick über die Altstadt mit der Schwarzen Kirche

Blick über die Altstadt mit der Schwarzen Kirche

Die Schwarze Kirche von Braşov

Die Schwarze Kirche von Braşov

Die Sf. Nicolae-Kirche - die erste orthodoxe Kirche in Rumänien

Die Sf. Nicolae-Kirche – die erste orthodoxe Kirche in Rumänien

Die erste rumänische Schule ist heute ein Museum

Die erste rumänische Schule ist heute ein Museum ….. ….. …..

Am Schei-Tor

Am Schei-Tor

Altstadtpanorama

Altstadtpanorama

Ein Eisverkäufer auf dem Piaţa Sfatului

Ein Eisverkäufer auf dem Piaţa Sfatului

Der Trompeterturm auf dem Piaţa Sfatului

Der Trompeterturm auf dem Piaţa Sfatului

 

Sighişoara oder auf Deutsch Schäßburg ist eine sehr beschauliche und etwa 32.000 Einwohner zählende Stadt im Kreis Mureş. Auch hier ist die Altstadt sehr sehenswert und wurde von der UNESCO im Jahr 1999 zum Weltkulturerbe erklärt.

Die Stadt wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von den Siebenbürger Sachsen gegründet. Deutsche gibt es heute aber nicht mehr viele in der Stadt. Die größte ethnische Gruppe sind heute mit knapp 19 % die Ungarn, während die Deutschen mit knapp 2 % nicht mehr ins Gewicht fallen.

Das Wahrzeichen der Stadt ist der Stundturm, der im 14. Jahrhundert im Zuge der Stadtmauer als Haupteintrittstor errichtet wurde. Die anderen Türme der Stadt wurden von verschiedenen Zünften errichtet und bewacht. Sie tragen heute noch so klassische Namen wie Schneiderturm, Zinngießerturm oder Färberturm.

Sighişoara ist etwas beschwerlich zu erreichen. Es bietet sich ein Tagesausflug von Braşov aus an. Busse und Bahnen fahren nur sehr unregelmäßig und benötigen für die einfache Strecke mehr als 2 Stunden. Einfacher ist es, wenn man hier einen Tag Pause im Rahmen einer Rundreise einlegt.

Blick von der Unterstadt auf den Stundturm

Blick von der Unterstadt auf den Stundturm

Auf dem Weg in die Altstadt

Auf dem Weg in die Altstadt

Typische Straßenszene in der Altstadt von Sighişoara

Typische Straßenszene in der Altstadt von Sighişoara

Typische Straßenszene in der Altstadt von Sighişoara

Typische Straßenszene in der Altstadt von Sighişoara

Ein traumhaftes Restaurant lädt zum Verweilen ein

Ein traumhaftes Restaurant lädt zum Verweilen ein

Einer der zahlreichen Souvenirläden

Einer der zahlreichen Souvenirläden

In der Altstadt

In der Altstadt

In der Altstadt

In der Altstadt

Panoramablick über den Piaţa Sfatului

Panoramablick über den Piaţa Sfatului

Rumänien 1 – Unterwegs im Bucegi-Gebirge

Rumänien ist immer eine Reise wert. Damit sich das auch jeder Leser vorstellen kann, möchte ich an dieser Stelle wieder ein paar Fotos von der letzten Reise im Juli und August 2013 präsentieren.

Um in das Bucegi-Gebirge zu gelangen, fährt man am einfachsten vom Bukarester Nordbahnhof in Richtung Norden und steigt entweder in Sinaia oder in Buşteni aus. In beiden Orten gibt es zahlreiche kleine Pensionen, die zum Übernachten einladen.

Mit meiner kleinen Gruppe wandere ich am ersten Tag zum Eingewöhnen von Buşteni nach Sinaia. Einen offiziellen Weg gibt es nicht. Auf einem normalen und rot markierten Wanderweg laufen wir zunächst zu einem Wasserfall. Ab hier geht es über kleine Forstwege oder durch wegeloses Gelände immer in südliche Richtung voran. Zur Orientierung dient eine normale Wanderkarte in Verbindung mit einem Höhenmesser an der Uhr. Es müssen einige Täler gequert oder umlaufen werden. Dank meines Orientierungssinnes finde nach etwa 2 – 3 Stunden den Ausstiegspunkt zu Schloss Peleş.

Schloss Peleş liegt etwas außerhalb von Sinaia in einem Seitental. Es wurde zwischen 1873 und 1883 erbaut und war schon damals das modernste Schloss Europas. Er war komplett elektrifiziert, es hatte eine Heizungsanlage, einen Aufzug und etwas später fand im Theaterzimmer auch die erste Kinovorführung in Rumänien statt. Auch wenn man in den Sommermonaten längere Wartezeiten in Kauf nehmen muss, so ist ein Besuch aufgrund der wunderbaren Einrichtung ein besonderes Erlebnis.

Nach einer kleinen Stärkung laufen wir nach Sinaia und fahren mit einem Bus zurück zum Ausgangspunkt

In Buşteni

In Buşteni

Typisches Karpatenhaus

Typisches Karpatenhaus

Mit der Seilbahn kann man auf die Hochebene des Bucegi-Gebirges fahren

Mit der Seilbahn kann man auf die Hochebene des Bucegi-Gebirges fahren

In Rumänien sind alle Wanderwege vorbildlich markiert ..... ...... .....

In Rumänien sind alle Wanderwege vorbildlich markiert ….. …… …..

Wegelos geht es durch den Wald

Wegelos geht es durch den Wald

Diese Blume ist ein häufiger Gast in den Wäldern

Diese Blume ist ein häufiger Gast in den Wäldern

Auf der Suche nach dem richtigen Weg

Auf der Suche nach dem richtigen Weg

Das Ziel ist erreicht: Schloss Peleş

Das Ziel ist erreicht: Schloss Peleş

Die Gebäude der königlichen Wache

Die Gebäude der königlichen Wache

Das Casino von Sinaia

Das Casino von Sinaia

 

Am zweiten Tag folgt ein sehr anspruchsvoller Aufstieg von Buşteni durch das Jepilor-Tal auf die Hochebene des Bucegi-Gebirges. Neben den sehr steilen Anstiegen ist der Weg auch an mehreren Stellen mit Drahtseilen und anderen Aufstiegshilfen abgesichert. Je nach Kondition benötigt man für den Anstieg von etwa 1.300 Höhenmetern bis zur Babele-Hütte etwa 4 – 5 Stunden. Die reichhaltige Blumenpracht und die spektakulären Ausblicke auf die Felsen entschädigen für die Strapazen des Aufstiegs. Wer sich den Anstieg ersparen möchte, kann auf die Seilbahn ausweichen. Während der Sommermonate kommt es aber je nach Tageszeit zu mehrstündigen Wartezeiten.

In unmittelbarer Nähe der Babele-Hütte befinden sich zahlreiche von Winderosion geschliffene Steine, die die Besucher scheinbar magisch anziehen. Trotz Verbots muss wohl jeder Rumäne auf mindestens einem der Steine gestanden haben. Einige der Felsklötze tragen auch interessante Namen, wie „Großmütter“ oder Sphinx. Es bleibt der Fantasie des Besuchers vorbehalten, ob man die Steine mit dem jeweiligen Namen in Verbindung bringen kann.

Von der Babele-Hütte führt ein angenehmer und meist breiter Weg in 2 – 3 Stunden zum 2.505 Meter hohen Omu, der auch der höchste Berg des Gebirges ist. Der Pfad ist bei Weitem nicht mehr so steil und bei gutem Wetter hat man von hier immer wieder fantastische Ausblicke auf die Täler des Bucegi und natürlich auch auf die Nachbargebirge. Der Gipfelstock des Omu beherbergt neben einer Wetterstation auch eine Schutzhütte, wo kleine Mahlzeiten und Übernachtung angeboten werden. Eine Reservierung ist empfehlenswert und kann problemlos in englischer Sprache mittels SMS vom Mobiltelefon aus erfolgen. Die Hütte ist sehr einfach eingerichtet und auf den in den Alpen gewohnten Komfort muss man verzichten. Trotzdem ist es sehr gemütlich und der Sonnenuntergang bei guten Wetterverhältnissen ein unvergessliches Erlebnis.

 

In Buşteni startet unsere Wanderung durch das Bucegi-Gebirge

In Buşteni startet unsere Wanderung durch das Bucegi-Gebirge

Die Sicherungen sehen nicht immer vertrauenserweckend aus.

Die Sicherungen sehen nicht immer vertrauenserweckend aus.

Steiler Aufstieg auf die Hochebene

Steiler Aufstieg auf die Hochebene

Blume

Blume

Blume

Blume

Türkenbund

Türkenbund

Eine Blüte des Türkenbundes im Detail

Eine Blüte des Türkenbundes im Detail

Blume

Blume

Die Hochebene ist erreicht - hier der Felsstock des Caraiman

Die Hochebene ist erreicht – hier der Felsstock des Caraiman

Die Sphinx - Felsen, die durch Winderosion entstanden sind

Die Sphinx – Felsen, die durch Winderosion entstanden sind

Die "Großmütterchen"

Die “Großmütterchen”

Die Babele-Hütte

Die Babele-Hütte

Wegweiser

Wegweiser

Der Gipfel des Omu

Der Gipfel des Omu

Ein fantastischer Sonnenuntergang

Ein fantastischer Sonnenuntergang

Ein fantastischer Sonnenuntergang

Ein fantastischer Sonnenuntergang

 

Am nächsten Morgen scheint für uns die Sonne. Von der Hütte am Omu bietet sich heute ein sechsstündiger Abstieg in das Dorf Bran an. Bevor wir in den Wald absteigen, passieren wir noch eine mit Drahtseilen versicherte Wegstelle und genießen spektakuläre Ausblicke auf wilde Felsformationen im Ţigăneşti-Tal. Die letzten Kilometer ziehen sich ein wenig. Nach dem Wald steigen wir über eine Skipiste zu den ersten Häusern ab. Über eine Asphaltstraße geht es weiter bis ins Zentrum von Bran.

In Bran bietet sich eine Besichtigung der Törzburg an. Sie wird auch immer wieder als Dracula-Burg bezeichnet, obwohl dieser selbst wahrscheinlich niemals hier war. Zu besichtigen ist hier die Wohnwelt von Königin Maria und deren Gatten Ferdinand von Habsburg.

Tagsüber fahren regelmäßig Busse bis nach Braşov. Vom Busbahnhof nimmt man am besten ein Taxi zum Bahnhof und kann von dort entweder zurück nach Bukarest oder weiter durch Rumänien fahren.

Mit 2.505 Metern ist die Omu-Hütte die höchste Schutzhütte in Rumänien

Mit 2.505 Metern ist die Omu-Hütte die höchste Schutzhütte in Rumänien

Ein Geschenk eines Rumänen - die Blumen haben wir NICHT selbst gepflückt!!!

Ein Geschenk eines Rumänen – die Blumen haben wir NICHT selbst gepflückt!!!

Das Scara-Tal

Das Scara-Tal

Im Ţiganeşti-Tal

Im Ţiganeşti-Tal

Blume

Blume

Blume

Blume

Wilde Felsformationen begeistern die Wanderer

Wilde Felsformationen begeistern die Wanderer

Auf dem Abstiegsweg nach Bran

Auf dem Abstiegsweg nach Bran

 

Die Törzburg in Bran

Die Törzburg in Bran

Premiere des neuen Lichtbildvortrages “Aus eigener Kraft durch Feuerland und Patagonien”

Am 25.11. und 26.11.2013 gibt es im Südringtreff, Südring 16 in 65795 Hattersheim die Premiere meines neuen Lichtbildvotrags zu sehen.

Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr und der Eintritt ist frei.

Wenn man Feuerland und Patagonien hört, denkt man sofort an steil aufragende Bergmassive, zerrissene und wilde Gletscher, an Schafzucht und die unendliche Kraft des Windes.

Um all diese Eindrücke am intensivsten wahrnehmen zu können, bietet sich eine Reise mit dem Fahrrad an. Von Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt, fährt Martin Moder quer durch Feuerland an die Atlantikküste nach Rio Grande und weiter in westliche Richtung an die Magellanstraße nach Punta Arenas.

Auf dem südamerikanischen Kontinent warten imposante Fels- und Eisformationen in den Nationalparks „Torres del Paine“ in Chile und „Los Glaciares“ in Argentinien. Martin Moder setzt seine Reise auf der „Carretera Austral“ fort. Diese Straße gehört zweifelsfrei zu den Traumstraßen dieser Welt. Oftmals ist die Strecke unbefestigt und hinter jeder Biegung wartet eine neue Überraschung: Wasserfälle, Gletscher, Regenwald und Lagunen.

Die Widrigkeiten des patagonischen Wetters machen Martin Moder am meisten zu schaffen. Oft bläst der Wind mit Sturmstärke, sodass das Radfahren unmöglich wird oder intensive Regenfälle behindern das Vorankommen. Erst im Norden von Patagonien wird das Wetter wieder besser. Ein Abstecher in die argentinische Stadt Bariloche und eine weitere Überquerung der Anden zum Vulkan „Osorno“ sind die letzten Höhepunkte der Reise. Etwa 100 Kilometer weiter nördlich endet die Radtour in der chilenischen Stadt Osorno. Vom Landschaftsbild fühlt sich der Besucher fast an Deutschland erinnert.

Erleben Sie Abenteuer pur und genießen Sie Naturlandschaften von ungeheurer Schönheit – erleben und genießen Sie Feuerland und Patagonien!

Im Nationalpark "Torres del Paine" in Chile

Im Nationalpark “Torres del Paine” in Chile

Vuelta de bicicleta por America del Sur – Parte 5 hasta 8 / Fahrradtour durch Südamerika Teil 5 bis 8

Desde el 18.02.2013 y el 22.04.2013 yo estaba con la bicicleta en América del Sur. Se puede ver todo en la parte derecho abajo “America del Sur”  – Diario/Tagebuch Parte 5 – 8. Un mapa con todos los lugares se puede ver en “Aktueller Standort”. Espero que disfruten que todo el viaje del año 2013 se puede leer en castellano.

Vom 18.02.2013 bis zum 22.04.2013 war ich wieder mit dem Fahrrad in Südamerika unterwegs. Das Tagebuch mit Fotos ist am rechten Bildrand unter dem Menüpunkt “America del Sur” – Diario/Tagebuch 5 – 8 erfasst. Viel Spaß beim Lesen!

Panorama en la Valle de la Luna / Panorama im Mondtal

Panorama en la Valle de la Luna / Panorama im Mondtal

Slowakei 2012 Teil 8 – Traumhafte Herbstwanderung in der Hohen Tatra

Unsere Wanderwoche in der Hohen Tatra neigt sich dem Ende entgegen. Am letzten noch verbleibenden Tag beschließe ich, zusammen mit Hans das herrliche Herbstwetter zu nutzen und eine Jahresabschlusswanderung zu unternehmen. Wir wollen es heute noch mal richtig krachen lassen und wählen als Start- und Zielpunkt Starý Smokovec. Hans fährt mit der Zahnradbahn auf den Hrebeniok, während ich die Variante zu Fuß wähle.

Der erste Teil der Tour führt auf derselben Route wie letzten Sonntag zur Zamkovského-Hütte. Der einzige Unterschied zum letzten Mal ist das Wetter und die damit verbundene Zunahme an Wanderern. Es geht beinahe zu, wie in Frankfurt auf der Zeil. Jeder möchte heute den letzten Schönwettertag nutzen.

Ab der Zamkovského chata laufen wir auf dem grün markierten Weg in Richtung Téryho chata und folgen dem Studená-Tal. Kurz unterhalb der Hütte wartet ein steiler Anstieg. Karawanen von Wanderern ziehen heute hier hinauf und in den anstrengenden Passagen trennt sich die Spreu vom Weizen. Die schwächeren Leute müssen immer wieder rasten. Die Berghütte verfügt über keinen Materiallift und wir können Träger sehen, die mindestens 50 Kilogramm an Lebensmitteln und Getränken auf die Hütte tragen. Unglaublich!

Nach einer kurzen Pause machen wir uns auf, um den Höhepunkt der Tour in Angriff zu nehmen. Die gelbe Markierung führt hinauf zum Priečne-Sattel, der Schlüsselstelle der Wanderung. Auch hier sind heute wahre Völkerwanderungen unterwegs und auf den letzten Meter unterhalb des Passes staut sich der Verkehr an den mit Drahtseilen versicherten Passagen. Hans und ich umgehen diese Stelle leicht links versetzt mittels leichter Kletterei im 1. Schwierigkeitsgrad und können so ohne Probleme die Passhöhe erreichen und ca. 80 Personen hinter uns lassen. Der Abstieg vom Pass ist nur auf den ersten 20 Metern versichert. Danach läuft man zunächst Serpentinen folgend und weiter an romantischen Bergseen vorbei in Richtung Zbojnícka-Hütte im großen Studená-Tal. Immer wieder genießen wir das fantastische Gebirgspanorama.

Nach einer ausgiebigen Rast auf der Zbojnícka chata steigen wir auf der blauen Markierung bergab. Wir Gämsen springen wir von Stein zu Stein und kommen unglaublich schnell vor. Unsere Trittsicherheit zahlt sich hier wirklich aus. Nach einer guten Stunde erreichen wir wieder die Tatra-Magistrale, die uns zurück zum Hrebeniok bringt. Da die Zahnradbahn bereits den Betrieb eingestellt hat, müssen wir beide zum Auto zurücklaufen. Eine sehr erfolgreiche Wanderwoche in der Hohen Tatra endet mit einem herrlichen Sonnenuntergang. Diesen schönen Tag werden wir so schnell nicht vergessen.

Für mich sind das die wahren Helden der Berge

Menschenmassen an der Schlüsselstelle

Kurz nach Überquerung des Passes

Traumtag in der Tatra

Die Zbojnícka chata (Hütte)

Im Gastraum der Hütte

Panorama zum Vergrößern bitte anklicken!

Panoramablick an der Téryho chata (Hütte)

Panoramablick im Abstieg vom Pass